Das Campeiro-Pferd: Ein Überblick über das brasilianische „Feldpferd“

Das Campeiro-Pferd (portugiesisch für „Feldpferd“) ist eine robuste brasilianische Pferderasse mit einer langen Geschichte. Oft wird der Begriff im heutigen Sprachgebrauch mit anderen brasilianischen Rassen oder auch der „Campeiro-Bulldogge“ verwechselt, weshalb eine präzise Abgrenzung wichtig ist.

Herkunft und Geschichte

Die Rasse hat ihren Ursprung im 16. Jahrhundert in Brasilien. Sie entwickelte sich aus den Pferden, die von den ersten europäischen Siedlern und Entdeckern eingeführt wurden. Über Jahrhunderte hinweg passten sich diese Tiere an die harten Bedingungen der brasilianischen Regionen an. Die „Peoes Pantaneiros“ (traditionelle Reiter im Pantanal) sind eng mit der Kultur der Pferdezähmung und -haltung verbunden, was auch für Reisende aus der Schweiz, die sich für die Fauna und Kultur Brasiliens interessieren, ein bekanntes Bild der Region Pantanal ist.

Merkmale der Rasse

  • Widerstandsfähigkeit: Als klassisches „Feldpferd“ ist die Rasse für ihre Ausdauer und Arbeitsfreude bekannt.
  • Hufbeschaffenheit: Ein interessanter wissenschaftlicher Aspekt bei Campeiro-Pferden ist die Untersuchung ihrer Hufe (Podometrie). Studien zeigen, dass der Melanozytengehalt die Hufpigmentierung beeinflusst. Entgegen weit verbreiteter Mythen sind weiße Hufe nicht zwangsläufig „schlechter“ oder instabiler als schwarze Hufe; die Widerstandsfähigkeit hängt oft stärker von der genetischen Anpassung und den Umweltbedingungen ab.
  • Verwechslungsgefahr: Es ist zu beachten, dass der Begriff „Campeiro“ auch in anderen Kontexten auftaucht. So gibt es die Buldogue Campeiro (Brasilianische Campeiro-Bulldogge), eine eigenständige Hunderasse (FCI-Standard Nr. 374), die für ihre Arbeit mit Rindern bekannt ist, sowie Software-Lösungen unter diesem Namen.

Haltung und Verantwortung

Für Halter von Campeiro-Pferden gelten – auch bei einem Export oder der Haltung in Ländern wie der Schweiz – dieselben Prinzipien der Tierhaltung wie für alle Equiden:

  • Versicherung: Aufgrund der Haftung für Sach- und Personenschäden gemäß den gesetzlichen Bestimmungen (analog zum deutschen BGB § 833, wobei auch in der Schweiz eine Halterhaftung gilt) ist eine Pferdehaftpflichtversicherung unverzichtbar. Sie schützt Besitzer vor den oft unkalkulierbaren finanziellen Folgen, sollte das Pferd trotz bester Ausbildung einen Schaden verursachen.
  • Gesundheitsvorsorge: Aufgrund der speziellen Genetik und der Arbeitseinsätze sind regelmäßige tierärztliche Kontrollen (auch hinsichtlich der Huffunktion) empfehlenswert.
  1. Sind weiße Hufe schlechter als schwarze? - Akademie für angewandtes Pferdewissen – Wissenschaftliche Einblicke in die Hufbeschaffenheit von Campeiro-Pferden.
  2. Amerikanische und brasilianische Pferderassen - Geliebte Haustiere – Ein Überblick über die Einordnung der Rasse im internationalen Vergleich.
  3. Pantanal - Das Reich des Wassers (BrasilienReise) – Kultureller Hintergrund zu den "Peoes Pantaneiros" und ihrer Arbeit mit Pferden.

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Campeiro
Der Campeiro – wörtlich übersetzt Feldpferd –, volkstümlich auch als Marchador das Arauc rias (unübersetzbare Folklore mit mehreren gleichzeitigen Bedeutungen) bezeichnet, ist eine brasilianische Pferderasse, die ihren Ursprung im 16. Jahrhundert hat, als spanische und portugiesische Pferde in der Hochebene in Santa Catarina angesiedelt wurden.
Campeiro
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Quelle: Wikipedia