Copernicium: Das Element 112 aus deutscher Forschung

Copernicium (Elementsymbol Cn, Ordnungszahl 112) ist ein superschweres, künstlich erzeugtes chemisches Element. Es nimmt einen besonderen Platz in der modernen Kernphysik ein, insbesondere durch seine enge Verbindung zur deutschen Forschungslandschaft.

Steckbrief und Eigenschaften

  • Gruppe: 12 (Zinkgruppe)
  • Periodensystem: 7. Periode, d-Block
  • Elektronenkonfiguration: [Rn] 5f¹⁴ 6d¹⁰ 7s²
  • Chemische Einordnung: Copernicium ist das flüchtigste Mitglied der Gruppe 12. Aufgrund seiner Position unter dem Quecksilber (Hg) wird es als dessen schwereres Homologes betrachtet. Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen deuten auf eine extrem hohe Flüchtigkeit hin; es wird sogar spekuliert, dass es bei Standardbedingungen gasförmig sein könnte.

Die deutsche Verbindung: Zentrum der Entdeckung

Copernicium hat einen starken Bezug zu Deutschland, da es – wie viele andere superschwere Elemente – maßgeblich durch die Arbeit deutscher Forscher entdeckt wurde. Insbesondere die Wissenschaftler der Helmholtz-Forschungsakademie Hessen für FAIR (HEF) waren entscheidend an der Entdeckung und Identifizierung der Elemente 107 bis 112 beteiligt.

Dabei steht Copernicium in einer Reihe mit weiteren, nach deutschen Orten oder Wissenschaftlern benannten Elementen:

  • Hassium (108): Benannt nach dem Bundesland Hessen.
  • Darmstadtium (110): Benannt nach der Stadt Darmstadt, dem Standort des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung, wo die Entdeckungen dieser Elemente stattfanden.
  • Roentgenium (111): Benannt nach dem deutschen Physiker Wilhelm Conrad Röntgen.

Entstehung und Forschung

  • Synthese: Copernicium ist ein synthetisches Element. Es entsteht in Teilchenbeschleunigern, indem man Atomkerne mit präzise definierter Geschwindigkeit und Energie aufeinanderschießt, bis sie zu einem neuen, superschweren Kern verschmelzen.
  • Zerfall: Beim Alpha-Zerfall von Copernicium-Isotopen können leichtere Elemente entstehen, wie etwa Darmstadtium.
  • Forschungsziel: Die Untersuchung von Copernicium hilft Wissenschaftlern, das Verhalten der schwersten Elemente im Periodensystem zu verstehen und die Grenzen der stabilen Materie auszuloten.

  1. Hintergrund: Superschwere Elemente (Helmholtz Forschungsakademie)
  2. Copernicium im PSE-online (Datenblatt)
  3. Die Jagd nach dem Element 119 (Düllmann Group)
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Chem. Elemente
Copernicium (Cn / 112)
Molmasse 285 g mol-1
Elektronegativität / Pauling k.A.
Dichte bei 20° k.A.
Schmelzpunkt k.A.
Siedepunkt k.A.
Atomradius (Van der Waals) k.A.
Ionenradius k.A.
Isotope 6
Standardpotential k.A.
Ununbium ist so instabil, dass es sich sehr schnell zu anderen Elementen zusammensetzt und somit besteht kein Grund Ununbium in Bezug auf gesundheitliche Auswirkungen zu untersuchen.
→ mehr Elemente (Periodensystem)