Corazon Aquino: Die "Mutter der philippinischen Demokratie"

Corazon Aquino (1933–2009) war eine zentrale Figur der philippinischen Geschichte. Als Hausfrau und Ehefrau des ermordeten Oppositionsführers Benigno Aquino Jr. wurde sie zur Anführerin der "People Power"-Revolution gegen den Diktator Ferdinand Marcos.

Politische Laufbahn und Wirken

  • Aufstieg: Nach der Ermordung ihres Mannes im Jahr 1983 wurde sie zur Symbolfigur des Widerstands. Trotz ihrer Unerfahrenheit in der Politik trat sie 1986 gegen Marcos an.
  • Präsidentschaft (1986–1992): Durch die Unterstützung von Teilen der Kirche und des Militärs gelang ihr der Sturz des Diktators. Ihre Amtszeit war geprägt von der Konsolidierung der Demokratie, aber auch von internen Krisen, wie wiederkehrenden Putschversuchen.
  • Vermächtnis: Sie etablierte die Presidential Commission on Good Government, um das unter dem Marcos-Regime unterschlagene Staatsvermögen zurückzugewinnen – ein Prozess, der auch Schweizer Behörden beschäftigte (siehe unten).

Bezüge zur Schweiz

Die Ära Aquino hinterließ auch in der Schweiz Spuren, insbesondere durch die Bemühungen ihrer Regierung, Gelder des Marcos-Clans auf Schweizer Bankkonten zu blockieren und zu repatriieren.

  • Rechtliche Aufarbeitung: In Schweizer juristischen Archiven (z. B. vLex Suisse) finden sich Dokumente zu Verfahren gegen Marcos, die im Rahmen der von Aquino gegründeten Kommission eingeleitet wurden.
  • Wahrnehmung in Schweizer Medien: Schweizer Publikationen (wie die WOZ oder akademische Profile der UZH) berichten regelmäßig über das politische Erbe Aquinos und die Karriere ihres Sohnes, Benigno Aquino III, der später ebenfalls Präsident wurde. Schweizer Alumni, die in den 80er/90er Jahren auf den Philippinen tätig waren, erinnern sich an die instabile politische Lage während ihrer Amtszeit, die von Putschversuchen gegen die neue demokratische Ordnung begleitet war.

Die besten 3 Quellen zu Corazon Aquino

  1. Nachruf: Corazon Aquino, Revolutionärin wider Willen (SearchThis)
  2. Corazon Aquino Horoskop & Kurzbiografie (Astroschmid)
  3. Marcos and Associates v Chambre d'Accusation, Geneva (vLex Suisse)

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Personen
Corazon Aquino
Corazon Aquino war eine philippinische Politikerin, die als Kopf der EDSA-Bürgerprotestbewegung den Diktator Ferdinand Marcos stürzte, als Präsidentin der Philippinen (1986–1992) die Demokratie in ihrem Land wiederherstellte und die erste Frau Asiens in einem Präsidentenamt war. Sie wurde am 25. Januar 1933 in Paniqui, Tarlac auf den Philippinen geboren und starb am 1. August 2009 mit 76 Jahren in Makati City. Dieses Jahr hätte sie ihren 86. Geburtstag gefeiert.
Corazon Aquino
Quelle: geboren.am