Corpo celeste: Ein Meisterwerk der Schweizer Koproduktion

Überblick zum Film

Corpo celeste (2011) ist das beeindruckende Spielfilmdebüt der Regisseurin Alice Rohrwacher. Der Film erzählt die Geschichte der 13-jährigen Marta, die nach zehn Jahren in der Schweiz in ihre Heimat Kalabrien zurückkehrt. Dort hat sie Schwierigkeiten, sich wieder einzuleben, und muss sich auf ihre Konfirmation vorbereiten. Während sie versucht, ihren Platz in der fremd wirkenden, konservativen Umgebung zu finden, stellt sie die Autoritäten und das Verständnis der Erwachsenen von Religion und Moral kritisch infrage.

Relevanz für die Schweiz

Der Film ist eine bedeutende Koproduktion zwischen Italien, Frankreich und der Schweiz. Insbesondere die Tessiner Produzentin Tiziana Soudani (Amka Films Productions) spielte eine zentrale Rolle bei der Entstehung dieses Werks. Die Thematik der Rückkehr aus der Schweiz nach Italien ist eng mit der Biografie der Regisseurin verknüpft und verleiht dem Film eine authentische, fast dokumentarische Note. Der Film wird in der Schweiz regelmäßig in Programmkinos und auf Festivals (wie etwa in Nyon oder Muralto) gezeigt.

Eckdaten

  • Regie: Alice Rohrwacher
  • Produktion: Carlo Cresto-Dina, Tiziana Soudani (Amka Films)
  • Produktionsländer: Italien, Schweiz, Frankreich
  • Laufzeit: ca. 98–100 Minuten
  • Auszeichnungen (Auswahl): Nominierungen beim David di Donatello (2012), Nastro d’Argento (Bestes Erstlingswerk, 2012), Ciak d’Oro, Suso Cecchi D’Amico Award.
  • Altersfreigabe: Ab 12 Jahren
  1. Visions du Réel – Corpo celeste (Film-Details)
  2. Amka Films – Offizielle Produktionsseite
  3. artfilm.ch – Hintergrund zur Schweizer Koproduktion

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Schweizer Filme
Corpo celeste
Corpo celeste
Italy / Switzerland / France, May 2011
Die 13-jährige Marta kehrt nach zehn Jahren in der Schweiz zurück in den tiefsten Süden Italiens. Rastlos und pfiffig saugt sie die neuen Eindrücke, Geräusche und Gerüche der neuen Umgebung auf, doch sie fühlt sich als Aussenseiterin. Als ihre Erstkommunion ansteht, folgt sie zwar dem althergebrachten Ritual, gerät aber mit der katholischen Gemeinde aneinander. Ihr Reifungsprozess wird in einer Reihe von unterschwelligen Konflikten mit ihrer Mutter, der Schwester und der Religionslehrerin deutlich. Als sie zum ersten Mal ihre Periode hat, beschliesst sie, ihre Haare kurz zu schneiden. Endlich beginnt Marta in ihrer neuen Heimat die Kontrolle über ihr Leben wieder zu gewinnen.
von Alice Rohrwacher
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Quelle: swissfilms.ch