Der Criollo: Das robuste Arbeitspferd Südamerikas in der Schweiz
Der Criollo ist ein legendäres Pferd, dessen Wurzeln in der spanischen Kolonialzeit Südamerikas liegen. Diese Rasse, die durch ihre immense Widerstandsfähigkeit und Ausdauer bekannt wurde, findet heute auch in der Schweiz zunehmend Liebhaber.
Herkunft und Charakter
Ursprünglich von den spanischen Konquistadoren nach Südamerika gebracht, entwickelten sich die Tiere über Jahrhunderte unter rauen klimatischen Bedingungen zu einer extrem robusten und anpassungsfähigen Rasse. Criollos gelten als:
- Genügsam und zäh: Sie kommen auch mit kargem Futter aus.
- Charakterstark: Die Rasse zeichnet sich durch eine ausgeglichene Natur und hohe Nervenstärke aus.
- Vielseitig: Sie werden erfolgreich als Western-, Distanz- und Freizeitpferde eingesetzt. Aufgrund ihrer Wendigkeit und Ausdauer findet man sie zudem oft im Polosport (oft als Kreuzung).
Anatomie
- Erscheinungsbild: Kompakte, kräftige Statur mit einem Stockmaß zwischen ca. 143 und 154 cm.
- Besonderheiten: Dichtes, feines Fell, das Schutz vor Witterung bietet, sowie harte Hufe. Der Kopf ist mittelgroß, die Stirn breit und das Langhaar oft gewellt. Alle Farben sind zugelassen.
Der Criollo in der Schweiz
Auch in der Schweiz schätzt man die Vorzüge dieser Rasse. Die Haltung in Berggebieten (wie im Kanton Graubünden) hat gezeigt, dass die Criollos ideal an schwieriges Terrain angepasst sind. Unter dem Namen "Criollo La Helvetica" werden in der Schweiz beispielsweise Pferde gezüchtet, die in Herden auf Bergbauernhöfen aufwachsen. Viele Halter schätzen sie aufgrund ihrer Zuverlässigkeit nicht nur als Reitpferde, sondern auch in der pferdegestützten Therapie oder für pädagogische Angebote, da sie sich durch ihre Menschenbezogenheit auszeichnen.
Empfohlene Links
- Hof Igls Lareschs - Criollo La Helvetica
- EL MALACARA - Informationen über Herkunft und Eignung
- PFERDE-ZEIT - Criollo-Einsatz in der Therapie und Pädagogik
Vielleicht auch interessant
War das hilfreich?

