Damien Hirst Person
Damien Hirst – Der Provokateur der zeitgenössischen Kunst
Biografie
Damien Hirst (* 1965 in Bristol) zählt zu den bekanntesten und umstrittensten Künstlern der Gegenwart. Er studierte Fine Art am Goldsmiths College in London und wurde bereits als junger Künstler zur zentralen Figur der Young British Artists (YBA). 1995 gewann er den renommierten Turner Prize. Hirsts Werk kreist obsessiv um die Themen Leben, Tod, Vergänglichkeit und Schönheit. Bekannt wurde er vor allem durch seine Tierkörper in Formaldehyd (z. B. „The Physical Impossibility of Death in the Mind of Someone Living“ – ein Hai in einem Vitrinenschrank).
Künstlerische Schwerpunkte
- Spot Paintings: Tausende von farbigen Punkten auf Leinwand, oft von Assistenten ausgeführt
- Butterfly Paintings: Lebende Schmetterlinge oder Schmetterlingsflügel in symmetrischen Mustern
- Skulpturen und Installationen: Medizinische Vitrinen, Pillen, Schädel mit Diamanten („For the Love of God“)
- Cherry Blossoms (2021): Eine grossformatige, farbenprächtige Gemäldeserie, die bewusst an impressionistische Vorbilder anknüpft und gleichzeitig deren Gegenteil darstellt – überladen, fast schon kitschig und dennoch kraftvoll.
- NFT-Projekte: 2021/22 verbrannte Hirst über 5.000 seiner eigenen Spot Paintings live in London und wandelte sie in NFTs um (Projekt „The Currency“). Er verdiente damit über zwei Millionen Dollar und stellte die Frage: Was ist wertvoller – das physische Original oder das digitale Unikat?
Präsenz in der Schweiz
Damien Hirst ist in der Schweiz sowohl auf dem Kunstmarkt als auch in Ausstellungen stark vertreten:
- Die Galerie Alexander E. Räber in Zürich führt signierte und limitierte Editionen von Hirst, darunter „Circle Spin Paintings“.
- Die Galerie Thalberg in Zürich zeigte 2024/25 die Gruppenausstellung „Jeff Koons and Damien Hirst meet Pop Art“, in der Hirsts neueste „The Empresses“-Schmetterlingsbilder und KI-generierte „Beautiful Paintings“ neben Werken von Warhol und Lichtenstein präsentiert wurden.
- Verschiedene Schweizer Sammler besitzen bedeutende Arbeiten; Hirst-Werke tauchen regelmässig bei Auktionen in Genf und Zürich auf.
- 2021 widmete die Fondation Cartier in Paris (mit starker Schweizer Aufmerksamkeit) eine grosse Einzelausstellung den „Cherry Blossoms“.
Aktuelle Entwicklungen
Hirst bleibt ein Meister der Selbstinszenierung und der Markenbildung. Seine jüngsten Projekte verbinden traditionelle Malerei mit Künstlicher Intelligenz, NFT-Experimenten und grossen musealen Präsentationen (u. a. Albertina Modern Wien 2025, Museo Jumex Mexiko-Stadt 2024). Kritiker werfen ihm vor, kommerziell zu denken und zu sehr auf Assistenten zu setzen – Hirst selbst sieht darin einen konzeptuellen Ansatz.
Fazit: Damien Hirst polarisiert wie kaum ein anderer Künstler. Er verkörpert die Schnittstelle zwischen Hochkunst, Provokation, Kommerz und Popkultur.
Die 3 besten Links
- Damien Hirst: Cherry Blossoms – Offizieller Katalog der Fondation Cartier Ausstellung
- Damien Hirst in Zürich – Circle Spin Painting – Galerie Alexander E. Räber (Schweiz)
- NFT-Happening: Damien Hirst verfeuert seine Kunst – Ausführlicher NZZ-Artikel zum „The Currency“-Projekt
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