Das chemische Element Darmstadtium (Ds) – Ein Steckbrief

Darmstadtium ist ein hochradioaktives, künstlich erzeugtes Element, das aufgrund seiner extrem kurzen Halbwertszeit Gegenstand intensiver kernphysikalischer Forschung ist.

Allgemeine Daten

  • Symbol: Ds
  • Ordnungszahl: 110
  • Atommasse: 281 u
  • Elementkategorie: Übergangsmetall (superschwer)
  • Aggregatzustand (vermutet): Fest

Entdeckung und Geschichte

  • Entdeckung: Das Element wurde erstmals 1994 am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt durch Kernfusion nachgewiesen.
  • Namensgebung: Es wurde nach der Stadt Darmstadt benannt, dem Standort des Entdeckerinstituts.
  • Frühere Bezeichnungen: Vor der offiziellen Benennung wurde das Element unter dem systematischen Namen Ununnilium (Symbol: Uun) geführt und oft als "Eka-Platin" bezeichnet, da chemische Ähnlichkeiten zu Palladium oder Platin vermutet werden.

Wissenschaftliche Bedeutung und Forschung

  • Herstellung: Da Darmstadtium nicht natürlich vorkommt, wird es durch Kernreaktionen in Teilchenbeschleunigern künstlich hergestellt. Fortschrittliche Methoden, wie die Nutzung von Penningfallen, ermöglichen heute eine präzisere Massebestimmung dieser künstlichen Isotope.
  • Eigenschaften: Aufgrund der geringen Halbwertszeit sind physikalische und chemische Eigenschaften nur schwer experimentell zu bestimmen. Theoretische Modelle legen nahe, dass es sich wie ein schweres Platin-Homolog verhält.

Bezug zur Schweiz

Obwohl das Element in Deutschland entdeckt wurde, ist die wissenschaftliche und architektonische Relevanz bis in die Schweiz spürbar. So finden beispielsweise Schweizer Fachveranstaltungen, wie das Jahressymposium der Bob Gysin + Partner BGP, regelmäßig im Wissenschafts- und Kongresszentrum "darmstadtium" in Darmstadt statt. Dieses Gebäude wurde nach dem Element benannt und dient als Brücke zwischen der internationalen Forschungsgemeinschaft (inklusive Schweizer Kooperationspartnern) und der Öffentlichkeit.


  1. Fakten und Informationen zum darmstadtium (Kongresszentrum & Element)
  2. Element Darmstadtium – Entdeckung, Eigenschaften & Geschichte
  3. Penningfallen zur Massebestimmung künstlicher Isotope (organische-chemie.ch)
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Chem. Elemente
Darmstadtium (Ds / 110)
Molmasse 269 g mol-1
Elektronegativität / Pauling k.A.
Dichte bei 20° k.A.
Schmelzpunkt k.A.
Siedepunkt k.A.
Atomradius (Van der Waals) k.A.
Ionenradius k.A.
Isotope 7
Standardpotential k.A.
Darmstadtium ist so instabil, dass es sich sehr schnell zu anderen Elementen zusammensetzt und somit besteht kein Grund Darmstadtium in Bezug auf gesundheitliche Auswirkungen zu untersuchen.
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