De la cuisine au parlement – Eine filmische Reise durch 100 Jahre Schweizer Frauenkampf

Der Dokumentarfilm „De la cuisine au parlement – Edition 2021“ des Lausanner Regisseurs Stéphane Goel ist eine überarbeitete und um 25 Minuten erweiterte Neuauflage seines Werks aus dem Jahr 2012. Der Film zeichnet mit Feingefühl, Humor und einer beeindruckenden Archivdichte den beschwerlichen Weg der Schweizer Frauen zur politischen Gleichstellung nach.

Inhaltliche Schwerpunkte

  • Historischer Rückblick: Der Film spannt einen Bogen von den ersten Suffragetten-Protesten in den 1920er-Jahren bis hin zur landesweiten Frauenstreik-Bewegung von 2019.
  • Politischer Kampf: Im Zentrum steht der zähe Prozess der gesetzlichen Gleichstellung. Thematisiert wird unter anderem die historische Abstimmung zum Frauenstimmrecht am 7. Februar 1971 sowie der beharrliche Widerstand einzelner Kantone, wie etwa Appenzell Innerrhoden, das das Stimmrecht erst 1990 auf Druck des Bundesgerichts einführte.
  • Persönliche Perspektiven: Durch Zeitzeuginnen und Politikerinnen – darunter Lise Girardin (die erste Frau im Genfer Grossen Rat) oder Elisabeth Kopp – gewinnt der Film eine persönliche Note. Auch Pionierinnen wie Tilo Frey, die als erste nicht-weisse Frau unter die Bundeshauskuppel einzog, finden gebührende Erwähnung.
  • Gesellschaftliches Barometer: Der Film versteht sich nicht nur als historisches Dokument, sondern hinterfragt auch die heutige Realität der Gleichstellung in der Schweiz. Er thematisiert dabei punktuell auch Intersektionalität und die anhaltende Relevanz des feministischen Engagements.

Produktion und Hintergrund

  • Produktion: Eine Zusammenarbeit von Climage und der RTS (Radio Télévision Suisse).
  • Genre: Dokumentarfilm (90 Minuten).
  • Botschaft: Der Film beleuchtet den Kontrast zwischen dem errungenen Wahlrecht und der oft noch fragilen sozialen und wirtschaftlichen Gleichstellung im Alltag.

Die besten Quellen zum Film

  1. First Hand Films – Offizielle Projektseite
  2. Cinéforom – Detaillierte Filminformationen
  3. Medientipp – Besprechung und Event-Kontext

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De la cuisine au parlement
De la cuisine au parlement
Switzerland, January 2012
Die Schweiz war eines der letzten Länder der Welt, die das Frauenstimm- und Wahlrecht eingeführt hat. Der Film führt durch ein Jahrhundert Schweizer Geschichte, auf den Spuren von Frauen, die dafür gekämpft haben, den Herd verlassen zu können – und von Männern, die alles versucht haben, um sie dorthin zurückzuschicken – bis zur Erreichung einer gesetzlichen Gleichstellung, deren Umsetzung auch heute noch oft fraglich erscheint.
von Stéphane Goel
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Quelle: swissfilms.ch