Vaskuläre Demenz: Ursachen, Verlauf und Prävention

Die vaskuläre Demenz ist nach der Alzheimer-Krankheit die zweithäufigste Form der Demenz. Sie entsteht durch Durchblutungsstörungen im Gehirn, die zu einer unzureichenden Versorgung der Nervenzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen führen. In der Schweiz betrifft sie schätzungsweise etwa 15 % aller Menschen mit einer Demenzerkrankung.

Ursachen und Risikofaktoren

Die Erkrankung wird durch gefässbedingte Schäden im Gehirn ausgelöst, oft infolge von Hirninfarkten oder chronischen Durchblutungsstörungen. Wichtige beeinflussbare Risikofaktoren sind:

  • Herz-Kreislauf-Gesundheit: Hoher Blutdruck, schlechte Cholesterinwerte und ein nicht erkanntes Vorhofflimmern erhöhen das Risiko massiv.
  • Lebensstil: Rauchen, hoher Alkoholkonsum, Übergewicht und Bewegungsmangel.
  • Begleiterkrankungen: Diabetes mellitus sowie psychische Belastungen.

Symptome und Verlauf

Im Gegensatz zur oft schleichenden Entwicklung bei Alzheimer verläuft die vaskuläre Demenz häufig schubartig. Die Betroffenen erleben Phasen der Stabilität, gefolgt von Verschlechterungen nach erneuten Durchblutungsereignissen. Typische Symptome sind:

  • Schwierigkeiten mit der Sprache und Aufmerksamkeit.
  • Stimmungsschwankungen und körperliche Schwäche.
  • Gedächtnisverlust (oft in Kombination mit anderen kognitiven Defiziten).

Diagnose und Mischformen

Häufig treten vaskuläre Demenz und Alzheimer-Demenz gleichzeitig auf, was als Mischform bezeichnet wird. Dies erschwert die Diagnose und Behandlung, da die Symptome beider Erkrankungen ineinandergreifen.

  • Erste Anlaufstelle: In der Schweiz sind die Hausärztinnen und Hausärzte die primären Ansprechpartner.
  • Weiterführende Abklärung: Bei Bedarf erfolgt eine Überweisung an eine Memory-Clinic, zu Neurologen oder Neuropsychologen.

Prävention und Umgang

Obwohl die Krankheit selbst nicht heilbar ist, kann durch die Kontrolle der Risikofaktoren (Blutdrucksenkung, Verzicht auf Nikotin, gesunde Ernährung) das Risiko minimiert oder das Fortschreiten verzögert werden. Für Angehörige ist die Diagnose oft belastend, da sie die Familiendynamik und die Rollen innerhalb der Familie grundlegend verändert.


Empfohlene Ressourcen

  1. Vaskuläre Demenz – Schweizerische Herzstiftung
  2. Vaskuläre Demenz: Wie Sie die Krankheit vermeiden – meineEltern
  3. Demenz-Forschung Schweiz – Informationen zu Demenzformen
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