Formen der Dankbarkeit: Eine Übersicht über Denkmäler und Erinnerungskultur in der Schweiz

Das Konzept des „Denkmals der Dankbarkeit“ ist in der Schweiz vielfältig besetzt. Es reicht von physischen Skulpturen im öffentlichen Raum bis hin zu modernen, immateriellen Formen des Gedenkens und der persönlichen Wertschätzung.

1. Öffentliche Denkmäler als historische Zeugen

In der Schweizer Geschichte dienen Denkmäler oft dazu, internationale Beziehungen und humanitäres Engagement zu würdigen:

  • Denkmal der Dankbarkeit (Schützenmattpark, Basel): Ein Geschenk Frankreichs an Basel, das den Einsatz für französische Flüchtlingskinder nach dem Ersten Weltkrieg würdigt. Es steht symbolisch für die Verbindung zwischen den Regionen.
  • Strassburger Denkmal (Centralbahnplatz, Basel): Geschaffen von Frédéric-Auguste Bartholdi, dokumentiert dieses Werk die historische Unterstützung durch die Schweiz und steht heute als Symbol für eine Epoche und menschliche Hilfsbereitschaft.

2. Soziales Gedenken und moderne Ethik

Dankbarkeit findet in der modernen Schweiz auch Raum in gesellschaftlich relevanten Institutionen:

  • Organspende-Denkmal (Kantonsspital St. Gallen): Ein Ort der Reflexion, der 2019 eingeweiht wurde. Es bietet Angehörigen und Organempfängern einen Raum, um Dankbarkeit, Hoffnung und Wertschätzung gegenüber unbekannten Spendern auszudrücken, die Leben verändert oder gerettet haben.

3. Immaterielle und persönliche Denkmäler

Der Begriff des „Denkmals“ wird heute zunehmend individueller interpretiert:

  • Musikalische Denkmäler: Künstler wie George nutzen Musik (z. B. „Schoufänschter“), um geliebten Menschen ein Denkmal zu setzen, das Themen wie Dankbarkeit und Bescheidenheit transportiert.
  • Digitale und private Erinnerungskultur: Anbieter wie Tempus fugit ermöglichen es, durch Videobotschaften persönliche „Denkmäler der Achtsamkeit“ für Angehörige zu kreieren.
  • Grabkunst: Ein klassisches Grabmal fungiert in der Schweiz oft als Ausdruck der persönlichen Liebe und Dankbarkeit der Hinterbliebenen gegenüber dem Verstorbenen, wobei die individuelle Lebensgeschichte im Vordergrund steht.

  1. Organspende-Denkmal (St. Gallen) – Ein bewegendes Beispiel für moderne Dankbarkeitskultur im medizinischen Kontext.
  2. Denkmal der Dankbarkeit im Schützenmattpark (Basel) – Historischer Hintergrund zu einem der bekanntesten Dankbarkeits-Denkmäler der Schweiz.
  3. Bartholdis Strassburger Denkmal – Ein tiefer Einblick in die Entstehungsgeschichte dieses bedeutenden Basler Denkmals.

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Denkmal der Dankbarkeit
Das Denkmal der Dankbarkeit in Basel steht am Spalenring gegenüber dem ehemaligen Schützenhaus auf dem Schützenmattpark. Es erinnert an die während des Zweiten Weltkrieges aus privater Initiative entstandene Kinderhilfe des Schweizerischen Roten Kreuzes.
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Quelle: Wikipedia