Des moutons et des hommes: Eine filmische Allegorie aus der Schweiz
Der Dokumentarfilm Des moutons et des hommes (2018) des schweizerisch-algerischen Regisseurs Karim Sayad ist ein mehrfach ausgezeichnetes Werk, das durch seine tiefgründige Darstellung menschlicher Schicksale in Algier überzeugt.
Inhalt und Handlung
Der Film porträtiert zwei unterschiedliche Charaktere in Algier im Jahr 2016:
- Samir (42): Er kämpft mit den täglichen wirtschaftlichen Herausforderungen und versucht, durch den Verkauf von Schafen zu überleben. Um seinem tristen Alltag zu entfliehen, trainiert er einen Widder namens „El Bouq“, mit dem er bei Schafkämpfen zum Champion aufsteigen will.
- Habib (16): Ein junger Schulabbrecher, der den Traum verfolgt, Veterinär zu werden.
Durch diese beiden Protagonisten zeichnet der Film ein kraftvolles Porträt einer Generation, die zwischen Hoffnung, harter Realität und dem Wunsch nach Würde steht.
Produktion und Schweizer Bezug
Der Film wurde maßgeblich durch die Schweizer Produktionsfirma Close Up Films (Joelle Bertossa und Flavia Zanon) realisiert und ist eine Koproduktion zwischen der Schweiz, Frankreich und Katar.
- Regie: Karim Sayad
- Länge: 76 Minuten
- Auszeichnungen: Der Film gewann den prestigeträchtigen Prix de Soleure an den 53. Solothurner Filmtagen im Jahr 2018. Die Jury lobte das Werk als ein „Erlebnis der Freude, der Erfüllung“ in einer überzeugenden filmischen Form.
- Verleih: In der Schweiz wird der Film durch Sister Distribution betreut.
Rezeption
Kritiker heben hervor, dass der Regisseur den anonymen Protagonisten ihre Würde zurückgibt. Der Film dient als Allegorie auf „geopferte Generationen“ und wurde weltweit auf zahlreichen Festivals gezeigt, darunter das Toronto International Film Festival und das Festival dei Popoli in Florenz.
Top 3 Links zum Film
- Close Up Films - Offizielle Produktionsseite
- Cinéforom - Bericht zum Prix de Soleure
- Cinéma Royal - Informationen zur Vorführung
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