Désamour: Facetten eines Begriffs in der Schweizer Medienlandschaft

Der Begriff „Désamour“ (Entlieben) wird in der Schweiz in sehr unterschiedlichen Kontexten verwendet. Er beschreibt einerseits ein psychologisches und zwischenmenschliches Phänomen, findet sich aber auch als Titel von Filmprojekten sowie in soziologischen Analysen wieder.

Inhaltliche Schwerpunkte

1. Film und Unterhaltung

  • Kurzfilm „Désamour“: Der Schweizer Regisseur Joel Jent hat einen Kurzfilm mit dem Titel Désamour realisiert, der 2014 am BioBioCine Festival in Chile präsentiert wurde.
  • Comedy und Bühnenkunst: In der Schweizer Comedy-Szene wird der Begriff oft humoristisch verwendet. Der Komiker Renaud De Vargas thematisiert in seinen Bühnenprogrammen (u.a. in Lausanne und Carouge) sein persönliches „Désamour“ gegenüber gesellschaftlichen Konventionen wie dem Skifahren.

2. Psychologie und soziale Prävention

  • Beziehungskrisen: Die Organisation Prévention de la violence in der Schweiz definiert „Désamour“ als einen oft asymmetrischen Prozess, der mit Kommunikationseinbußen, Distanzierung und emotionaler Entfremdung einhergeht. Er wird als kritische Phase betrachtet, die im Kontext von häuslicher Gewalt eine Rolle spielen kann und ehrliche Kommunikation erfordert.
  • Literarische Verarbeitung: Autoren wie Emmanuelle de Dardel setzen sich in ihren Texten (z. B. auf lesamesdabord.ch) mit der philosophischen und emotionalen Seite des „Désamour“ und der Unbeständigkeit zwischenmenschlicher Beziehungen auseinander.

3. Soziologische Perspektiven in der Schweiz

  • Mobilitätswandel: Wissenschaftler, darunter Forscher des Verlags Libreo, untersuchen den „Désamour de la voiture“ (den schwindenden Reiz des Autos) bei jungen Erwachsenen in der Schweiz, um soziale Trends zur Mobilität zu verstehen.
  • Digitale Trends: Medienplattformen wie Canal9 analysieren zudem das „Désamour“ gegenüber Dating-Plattformen, was den Wandel in der Art und Weise widerspiegelt, wie Menschen in der digitalen Ära nach Verbindungen suchen.

  1. Désamour et violences conjugales – Präventionsansätze
  2. „Désamour“ von Joel Jent auf BioBioCine
  3. Renaud De Vargas – Bühnenprogramm mit „Désamour du ski“

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Désamour
Switzerland, May 2013
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Quelle: swissfilms.ch