Die göttliche Ordnung: Ein Meilenstein des Schweizer Kinos

Der Spielfilm „Die göttliche Ordnung“ (2017) der Regisseurin Petra Volpe ist ein bedeutendes Werk der Schweizer Filmgeschichte. Er beleuchtet den harten Kampf für die Einführung des Frauenstimmrechts in der Schweiz im Jahr 1971 und setzt ein Denkmal für Gleichberechtigung und Selbstbestimmung.

Inhaltliche Schwerpunkte

  • Historischer Kontext: Der Film thematisiert die späte Einführung des Frauenstimmrechts in der Schweiz. Er zeigt den Mikrokosmos eines Schweizer Dorfes, in dem konservative Strukturen und patriarchale „göttliche Ordnungen“ auf den aufkeimenden Freiheitswillen der Frauen treffen.
  • Soziale Dynamik: Neben dem politischen Kampf für das Stimmrecht thematisiert der Film die sexuelle Revolution und den gesellschaftlichen Wandel. Er illustriert, dass die damaligen Rollenbilder nicht nur die Frauen, sondern auch die Männer in ihrer persönlichen Freiheit einschränkten.
  • Produktion und Rezeption: Der Film wurde an verschiedenen Orten in der Ostschweiz (u.a. Trogen, Gais, Herisau) gedreht. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den renommierten „Prix de Soleure“ an den Solothurner Filmtagen, und wurde für den Schweizer Filmpreis nominiert.

Gesellschaftliche Relevanz

Über den filmischen Unterhaltungswert hinaus wird der Titel „Die göttliche Ordnung“ oft als Metapher für festgefahrene gesellschaftliche und religiöse Machtstrukturen genutzt. Der Film dient heute als Diskussionsgrundlage für Themen wie:

  • Die Rolle der Frau in Kirche und Religion.
  • Den fortwährenden Einsatz für Gleichberechtigung im Alltag.
  • Die Aufarbeitung persönlicher und kollektiver Lebenslügen innerhalb von Gemeinschaften.

  1. Maximum Cinema – Filmkritik & Hintergründe
  2. Saiten – Analyse zur Entstehung und Drehorten
  3. Swiss Film Music – Informationen zur Filmmusik

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Zwingli
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Schweizer Filme
Die göttliche Ordnung
Die göttliche Ordnung
Switzerland, January 2017
Nora ist eine junge Hausfrau und Mutter, die 1971 mit ihrem Mann und zwei Söhnen in einem beschaulichen Schweizer Dorf lebt. Hier ist wenig von den gesellschaftlichen Umwälzungen der 68er-Bewegung zu spüren. Der Dorf- und Familienfrieden kommt jedoch gehörig ins Wanken, als Nora beginnt, sich für das Frauenstimmrecht einzusetzen...
von Petra Volpe
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Quelle: swissfilms.ch