Die Wägsten und Besten des Landes: Eine schweizerische Betrachtung

Der Ausdruck „Die Wägsten und Besten des Landes“ ist ein feststehender Begriff im Schweizer Kontext, der sowohl als Titel eines prägenden Dokumentarfilms als auch als politisches Leitmotiv für Qualität und Eignung verwendet wird.

Der Film: Ein Einblick in die Welt des Schwingens

Der Dokumentarfilm „Die Wägsten und Besten des Landes“ (2003) des Schweizer Regisseurs Matthias von Gunten widmet sich einer der traditionsreichsten Sportarten der Schweiz: dem Schwingen.

  • Inhalt: Der Film beobachtet Spitzenathleten des Schwingsports – eine ur-schweizerische Zweikampf-Tradition aus dem 13. Jahrhundert. Er begleitet die Athleten auf ihrem Weg zu ihren sportlichen Höchstleistungen und dokumentiert dabei nicht nur die physischen Aspekte, sondern auch die psychologischen Grenzerfahrungen und die persönliche Entwicklung der Männer.
  • Produktion: Der Film wurde durch Organisationen wie SRG idée suisse, das Bundesamt für Kultur (EDI) und das Migros-Kulturprozent gefördert. Er ist in schweizerdeutscher Mundart verfasst und bietet einen tiefen Einblick in eine eigenwillige und faszinierende Subkultur der Schweiz.

Politische Verwendung des Begriffs

Abseits der Filmwelt wird die Formulierung „die Besten und Wägsten“ in der Schweizer Politik häufig als Anspruch an die Auswahl von Führungskräften und Bundesräten genutzt.

  • Anspruch vs. Realität: Politische Kommentatoren und Parlamentarier wie Claudio Zanetti oder Andrea Caroni nutzen den Begriff, um Kriterien für eine seriöse Kaderselektion oder die Wahl des Bundesrates zu definieren. Dabei wird kritisch hinterfragt, ob bei Wahlen tatsächlich die fachlich und persönlich „Besten und Wägsten“ obsiegen oder ob emotionale Faktoren und parteipolitische Konkordanz die Auswahl stärker beeinflussen als reine Kompetenz.
  • Bedeutung: „Wäg“ (auf Schweizerdeutsch: gewandt, tüchtig, fähig) in Kombination mit „besten“ impliziert den Wunsch nach einem meritokratischen Prinzip in der Schweizer Verwaltung und Exekutive.

Weiterführende Informationen

Hier finden Sie die wichtigsten Quellen zum Thema:

  1. Odysseefilm: Offizielle Informationen zum Dokumentarfilm (2003)
  2. Claudio Zanetti: Analyse zum Bundesrat als Führungsgremium
  3. Andrea Caroni: Jahresbericht zur Kaderselektion und Polit-Prozessen

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Die Wägsten und Besten des Landes
Die Wägsten und Besten des Landes
Switzerland, January 2003
Schwingen ist ein urschweizerischer Zweikampf aus dem 13. Jahrhundert, der auf dem Land noch immer Sonntag für Sonntag abertausende von Zuschauern anzieht, während die urtümlich bodenständige Welt des Schwingens für Städter so fremd ist wie ein fernes Buschvolk. Die Neugier für die Nähe und gleichzeitige Ferne dieser Welt gab den Anstoss für den Film. Er handelt von einem Appenzeller und einem Innerschweizer Schwinger, zwei bärenstarken aber auch nachdenklichen und sensiblen Männern, die im Jahr 2001 beide Topfavoriten für den Titel des Schweizer Schwingerkönigs waren. In ihrer eigenwilligen Welt begleitet sie der Film auf dem Weg zu ihrem höchsten Ziel und beobachtet, wie sie angesichts der grössten Herausforderung ihres Lebens nicht nur physisch sondern auch persönlich an ihre Grenzen stossen.
von Matthias von Gunten
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Quelle: swissfilms.ch