Digital Immigrants: Eine filmische Auseinandersetzung mit dem digitalen Wandel in der Schweiz

Der Begriff „Digital Immigrants“ (digitale Einwanderer) beschreibt Menschen, die in einer analogen Welt aufgewachsen sind und erst im Erwachsenenalter mit modernen Technologien in Kontakt kamen. In der Schweiz wird diese Thematik nicht nur soziologisch debattiert, sondern auch filmisch aufgearbeitet.

Der Dokumentarfilm: „Digital Immigrants“ (2016)

Der Schweizer Kurzfilm aus dem Jahr 2016 (21 Minuten) widmet sich intensiv der Lebensrealität von Senioren, die versuchen, den Anschluss an das immer schneller werdende digitale Zeitalter zu finden.

  • Kernbotschaft: Der Film stellt die existenzielle Frage, wie lange der Mensch mit der rasanten technischen Entwicklung Schritt halten kann. Er thematisiert die gesellschaftliche Spaltung, die durch den technologischen Fortschritt zwischen den „Digital Natives“ (die mit Technologie aufgewachsen sind) und den „Digital Immigrants“ entsteht.
  • Rezeption in der Schweiz: Der Film dient oft als Diskussionsgrundlage, etwa bei Veranstaltungen der Allianz Digitale Inklusion in Biel. Dort wird er genutzt, um Barrieren in der Gesellschaft aufzuzeigen und Strategien zu entwickeln, wie ältere Generationen besser in die digitale Welt integriert werden können.
  • Technische Details: Der Film ist in Schweizerdeutsch produziert und bietet Untertitel in Deutsch, Englisch und Französisch.

Soziologischer Kontext

Wissenschaftler betrachten die strikte Einteilung in „Natives“ und „Immigrants“ zunehmend kritisch. Die Definition nach Geburtsjahr (häufig vor 1980) wird oft durch eine kompetenzbasierte Sichtweise ersetzt:

  • Medienkompetenz: Entscheidend ist heute nicht mehr das Geburtsdatum, sondern das tatsächliche Nutzungsverhalten und die Fähigkeit, digitale Medien souverän einzusetzen.
  • Herausforderungen: „Digital Immigrants“ stehen oft vor der Herausforderung, digitale Abläufe – von App-gesteuerten Konfiguratoren bis hin zu komplexen Web-Portalen – mühsam erlernen zu müssen, während diese für jüngere Generationen zum Alltag gehören.

Fazit

Projekte wie der Dokumentarfilm oder Initiativen von Schweizer Webagenturen und Bildungsinstitutionen zeigen, dass die digitale Inklusion eine zentrale Aufgabe ist. Während Softwarelösungen heute immer stärker auf „User-Centered Design“ setzen, um Hürden abzubauen, bleibt der soziale Aspekt – das gegenseitige Verständnis der Generationen – ein wesentlicher Bestandteil einer funktionierenden digitalen Gesellschaft in der Schweiz.


  1. Digital Immigrants - filmstudieren.ch (Informationen zum Schweizer Dokumentarfilm von 2016)
  2. Digital Immigrants: Senioren in der digitalen Welt (Veranstaltungshinweis der Allianz Digitale Inklusion)
  3. Definition Digital Immigrants - xeit Glossar (Fachliche Einordnung und Begriffsklärung)

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Digital Immigrants
Digital Immigrants
Switzerland, August 2016
1984 – Mit unmenschlicher Geschwindigkeit kommt der Heimcomputer ins Wohnzimmer und überrollt eine ganze Generation. Der Computer spaltet die Gesellschaft in Digital Natives und Digital Immigrants. 2016 – Eine Gruppe Senioren versucht, sich dem Tempo der Computerisierung anzupassen. Ihr Problem ist unseres: Wie lange können wir noch mit der rasanten Entwicklung mithalten?
von Norbert Kottmann, Dennis Stauffer
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Quelle: swissfilms.ch