Die Dreizehenmöwe (Rissa tridactyla): Ein Kurzporträt

Die Dreizehenmöwe ist eine faszinierende, hochseetaugliche Vogelart, die vor allem in den rauen Küstenregionen des Nordatlantiks und Nordpazifiks beheimatet ist.

Steckbrief

  • Wissenschaftlicher Name: Rissa tridactyla
  • Größe: 37 bis 41 cm
  • Gewicht: 305 bis 525 g
  • Lebenserwartung: Durchschnittlich bis 20 Jahre, in Einzelfällen fast 30 Jahre.
  • Aussehen: Zierliche Möwenart mit weißem Kopf und Körper, grauen Flügeln und markanten schwarzen Flügelspitzen.

Lebensweise und Biologie

  • Lebensraum: Sie verbringt den Großteil ihres Lebens auf der Hochsee. Lediglich zur Brutzeit sucht sie steile Felswände und Küstenklippen auf.
  • Ernährung: Hauptsächlich Fische (wie Sandaale), Krebstiere, Weichtiere und Plankton.
  • Sozialverhalten: Die Tiere sind monogam und legen Wert auf eine ähnliche "Persönlichkeit" innerhalb des Paares; dies erhöht die Wahrscheinlichkeit für einen erfolgreichen Bruterfolg.
  • Besonderheit: Der Name leitet sich von der stark reduzierten Hinterzehe ab.

Vorkommen in der Schweiz

In der Schweiz ist die Dreizehenmöwe kein heimischer Brutvogel. Sie gilt als seltener Irrgast. Beobachtungen finden sporadisch statt, beispielsweise:

  • Klingnauer Stausee: Hier wurden bisher nur vereinzelt Individuen registriert.
  • Region Schaffhausen: Sie wird dort in avifaunistischen Berichten als sehr seltener Gast geführt. Gelegentliche Sichtungen sind meist auf die winterlichen Wanderbewegungen zurückzuführen, bei denen einige Tiere bis in das Mittelmeer vordringen und dabei das Schweizer Binnenland queren können.

Interessante Fakten

  • Schutzstatus: Weltweit gilt sie als nicht gefährdet (LC), ist jedoch in einigen Regionen durch Klimawandel und Nahrungsmangel unter Druck.
  • Kulturelle Geschichte: Früher wurden die Vögel intensiv bejagt, da ihre Flügeldeckfedern in der Modeindustrie als Accessoire sehr gefragt waren.

  1. Dreizehenmöwe - Naturzentrum Klingnauer Stausee
  2. Dreizehenmöwe - Voliere Gesellschaft Zürich
  3. Gleich und gleich gesellt sich gerne - Umweltblog

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