Das Drüsige Springkraut: Eine invasive Herausforderung für die Schweizer Natur

Das Drüsige Springkraut (Impatiens glandulifera), auch bekannt als Himalaya-Balsamine, ist eine beeindruckende, aber problematische Pflanze. Obwohl es aufgrund seiner attraktiven Blüten einst als Zierpflanze und Bienenweide in Gärten eingeführt wurde, gilt es heute in der Schweiz als eine der invasivsten gebietsfremden Arten.

Herkunft und Merkmale

  • Herkunft: Die Pflanze stammt ursprünglich aus dem westlichen Himalayagebiet.
  • Wachstum: Es ist eine einjährige Pflanze, die innerhalb einer Saison eine Höhe von bis zu zwei Metern erreichen kann.
  • Erkennungsmerkmale: Charakteristisch sind die rosa bis weißen Blüten und die roten Drüsen an den Blättern. Es ist klar vom einheimischen Wald-Springkraut (Impatiens noli-tangere) zu unterscheiden.
  • Vermehrungsstrategie: Die Pflanze nutzt einen hocheffizienten Schleudermechanismus, um ihre Samen meterweit zu verbreiten. Zudem werden die Samen über Fliessgewässer über grosse Distanzen transportiert.

Warum ist es eine Problempflanze?

In der Schweiz unterliegt das Drüsige Springkraut strengen Regularien (Freisetzungsverordnung), da es als verbotene invasive Neophytin eingestuft ist:

  • Verdrängung: Durch sein schnelles Wachstum und die Bildung dichter Bestände beschattet es den Boden stark, wodurch einheimische Pflanzenarten verdrängt werden und die Artenvielfalt leidet.
  • Waldschäden: In forstwirtschaftlichen Flächen behindert es die natürliche Verjüngung des Waldes.
  • Ökosystem: Es besiedelt bevorzugt feuchte Standorte wie Bach- und Flussufer, wo es durch die rasche Ausbreitung ökologische Nischen besetzt.

Empfehlungen zur Bekämpfung

Die Bekämpfung ist vergleichsweise einfach, sofern sie rechtzeitig erfolgt:

  1. Zeitpunkt: Die Pflanzen sollten vor der Blütezeit entfernt werden.
  2. Methode: Reissen Sie die Pflanzen mitsamt der Wurzel aus.
  3. Entsorgung: Aufgrund des hohen Vermehrungspotenzials dürfen die Pflanzenteile nicht kompostiert werden. Entsorgen Sie das Material über den Hauskehricht (Verbrennung).

Alternative Nutzung: Bachblüten

Neben seiner Rolle als invasive Pflanze findet das Springkraut Anwendung in der Naturheilkunde. Als Impatiens ist es ein bekannter Bestandteil der Bachblütentherapie (bekannt aus den "Rescue"-Tropfen), wo es eingesetzt wird, um Ungeduld, Hektik und überstürzte Reaktionen zu mildern.


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Blumen
Drüsiges Springkraut
Gattung
Balsaminengewächse (Balsaminaceae)
Blütezeit
Juli bis September
Vorkommen
kollineKolline Stufe (Hügelstufe: bis ca. 900m)
bis
montaneMontane Stufe (Bergstufe: ab 900 bis ca. 1500m)
Stufe
Drüsiges Springkraut
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