Zwischen Schutzraum und Beengtheit: Die Nutzung von Bunkern in der Schweiz

Das Thema „Bunker“ in der Schweiz ist ambivalent: Einerseits dient der Bau von Schutzräumen der Sicherheit und dem Werterhalt für Investoren, andererseits werden bestehende Anlagen oft aufgrund von Platzmangel und unzumutbaren Lebensbedingungen kritisiert.

Historische und militärische Nutzung

Historische Bunker, wie etwa die Sperre Stoos im Kanton St. Gallen, verdeutlichen die militärische Vergangenheit. Diese Anlagen wurden für Verteidigungszwecke konzipiert, sind jedoch für heutige Bedürfnisse oft baulich sehr eng, verwinkelt und barrierefrei schwer zugänglich. Sie dienen heute vor allem als Zeitzeugen oder Museen.

Die kontroverse Unterbringung von Menschen

In der aktuellen Asylpolitik steht der Begriff „Bunker“ für eine menschenunwürdige Unterbringung. Kritiker und Organisationen wie BastA! oder 3 Rosen gegen Grenzen weisen darauf hin, dass die Belegung von Bunkeranlagen mit Asylsuchenden (etwa in Basel oder Uster) zu einer extremen räumlichen Enge führt.

  • Kritikpunkte: Überbelegung, fehlendes Tageslicht, mangelnde Privatsphäre und gesundheitliche Risiken durch die unterirdische Unterbringung.
  • Forderungen: Schliessung dieser Unterkünfte zugunsten von regulären Wohnräumen oder Hotels.

Investition und privater Schutzraum

Auf der anderen Seite des Spektrums steht die kommerzielle Nutzung. Firmen wie Bunker Swiss vermarkten den Bau, die Renovierung und die individuelle Gestaltung von Bunkern. Hier wird die Enge des Bunkers bewusst durch moderne Technik, autonome Energieversorgung und komfortable Wohnraumgestaltung ausgeglichen, um zahlungskräftigen Investoren einen sicheren Rückzugsort zu bieten.

Fazit

Die Wahrnehmung von Bunkern schwankt in der Schweiz zwischen notwendigem (oder historischem) Schutzraum und einer „engen“, belastenden Unterkunft. Während die Privatisierung auf technologische Aufrüstung für Sicherheit setzt, bleibt die staatliche Nutzung von Bunkern für Menschen in Notlagen ein politisch hoch umstrittenes Thema, bei dem die Würde des Einzelnen oft an die physischen Grenzen des Raumes stösst.


  1. Bunker Swiss: Lösungen für Bunker-Investoren und Schutzräume
  2. BastA! – Artikel zur Lagerpolitik im Asylwesen
  3. Informationen zur Militäranlage Sperre Stoos

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Eng Bunker
Eng Bunker war ein siamesischer Zwilling, der zusammen mit seinem an der Körperseite zusammengewachsenen Zwillingsbruder Chang Bunker im 19. Jahrhundert auf Jahrmärkten auftrat und der Fehlbildung "Siamesische Zwillinge" abgeleitet von ihrem Geburtsort ihren Namen gab. Er wurde am 11. Mai 1811 in Samut Songkhram in Siam (heute Thailand) geboren und verstarb am 17. Januar 1874 mit 62 Jahren in Mount Airy, North Carolina in den Vereinigten Staaten. 2019 jährt sich sein Geburtstag das 208. Mal.
Eng Bunker
Quelle: geboren.am