Ephraim Kishon Person

Ephraim Kishon – Der heitere Melancholiker

Ephraim Kishon, geboren am 23. August 1924 als Ferenc Hoffmann in Budapest, gilt als einer der bedeutendsten Satiriker des 20. Jahrhunderts. Der ungarisch-jüdische Schriftsteller, Humorist, Drehbuchautor und Regisseur überlebte den Holocaust nur knapp und emigrierte 1949 nach Israel. Dort begann er unter dem Namen Ephraim Kishon eine beispiellose internationale Karriere als scharfsinniger Beobachter des Alltags.

Kishon schrieb über 50 Bücher, die in 34 Sprachen übersetzt wurden. Allein im deutschsprachigen Raum verkaufte er 27 Millionen Exemplare – mehr als in seiner Wahlheimat Israel. Seine bekanntesten Werke wie „Der Blaumilchkanal“, „Nicht so laut vor Jericho“, „Der Fuchs im Hühnerstall“ und „Die beste aller Ehefrauen“ zeichnen sich durch absurden Witz, feine Ironie und eine heitere Melancholie aus. Kishon verstarb am 29. Januar 2005 in der Schweiz.

Besondere Verbindung zur Schweiz

Kishon hatte eine enge Beziehung zur Schweiz. Er besaß lange Zeit einen Wohnsitz am Zürichsee und fühlte sich dem Land sehr verbunden. Viele seiner Stücke erlebten ihre deutschsprachige Erstaufführung in der Schweiz – so auch „Es war die Lerche“ 1974/75 am Schauspielhaus Zürich. Bis heute wird sein Werk hierzulande intensiv gepflegt: Theater in Magden, im Park und in anderen Schweizer Städten führen regelmäßig Kishon-Stücke auf. Im Herbst 2024 wurde sein 100. Geburtstag mit Veranstaltungen wie „Kishon & Klezmer“ in Chur und Cazis gefeiert, bei denen seine Geschichten mit traditioneller Klezmer-Musik kombiniert wurden.

Auch heute noch treten in der Schweiz Schauspieler wie Christian Kaiser mit Lesungen aus dem „Blaumilchkanal“ und anderen Klassikern auf. Kishons Texte haben nichts von ihrer Aktualität und ihrem absurden Witz verloren – sei es der Vaterschaftsprozess des Josef Zimmermann oder die satirische Neuinterpretation von „Romeo und Julia“.

Beste 3 Links:

  1. Heiterer Melancholiker: Zu Lebzeiten war Ephraim Kishon in Deutschland noch erfolgreicher als in seiner Heimat Israel – Ausführliches Porträt in der Weltwoche (2024)

  2. Ephraim Kishon (Ferenc Hoffmann) Horoskop – Astroschmid – Detaillierte Biografie mit Fokus auf seine Schweizer und europäische Bedeutung

  3. Kishon & Klezmer – Familienkonzert zum 100. Geburtstag – Aktuelles Schweizer Veranstaltungsprojekt 2024

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Ephraim Kishon
Ferenc Hoffmann, so sein richtiger Name, war ein israelischer Schriftsteller und Satiriker, der besonders in Deutschland populär war und zu den bedeutendsten des 20. Jahrhundert gezählt wird. Er wurde in den 1920er-Jahren am 23. August 1924 in Budapest in Ungarn geboren und verstarb mit 80 Jahren am 29. Januar 2005 in Meistersrüte, Appenzell in der Schweiz. In diesem Jahr hätte er seinen 95. Geburtstag gefeiert.
Ephraim Kishon
Quelle: geboren.am