Die Erlenweichwanze (Pantilius tunicatus): Ein Porträt
Die Erlenweichwanze (Pantilius tunicatus), im Volksmund oft als Erlengast bezeichnet, ist ein faszinierender Vertreter der Familie der Weichwanzen (Miridae). Sie ist in weiten Teilen Europas, einschließlich der Schweiz, verbreitet.
Steckbrief und Merkmale
- Wissenschaftlicher Name: Pantilius tunicatus
- Familie: Weichwanzen (Miridae)
- Größe: Die Tiere erreichen eine Körperlänge von etwa 7 bis 9 Millimetern.
- Aussehen: Die Wanze zeichnet sich durch eine rötlich-braune bis gelbliche Färbung aus. Auffällig sind die langen Fühler sowie die kräftigen Beine. Der Körper wirkt im Vergleich zu anderen Weichwanzen relativ robust.
- Lebensraum: Wie der Name „Erlengast“ bereits andeutet, ist die Art eng an Erlen (Alnus) gebunden. Man findet sie häufig auf Grau-Erlen oder Schwarz-Erlen in feuchten Gebieten, Auenwäldern oder an Gewässerrändern.
Lebensweise in der Schweiz
In der Schweiz ist die Art in geeigneten Lebensräumen (nahe bei Erlenbeständen) weit verbreitet. Sie ist eine univoltine Art, das heißt, sie bildet pro Jahr nur eine Generation aus. Die Eier überwintern in den Zweigen der Wirtspflanzen, und die Larven schlüpfen im Frühjahr. Die adulten Wanzen sind vor allem im Spätsommer und Herbst (oft bis in den Oktober hinein) aktiv. Sie saugen den Pflanzensaft an den Blättern und jungen Trieben der Erlen.
Ökologische Bedeutung
Die Erlenweichwanze ist ein spezialisierter Bewohner der Erle. Während viele Wanzenarten generalistisch agieren, ist Pantilius tunicatus stark auf das Vorkommen ihrer Wirtspflanze angewiesen. Aufgrund ihres späten Auftretens im Jahr sind die erwachsenen Tiere häufig an den verfärbenden Erlenblättern zu beobachten, bevor sie zur Eiablage schreiten.
- Wanzen (Heteroptera) – Artenliste und Details (sechsbeine.de)
- Erlengast (Pantilius tunicatus) – Artengalerie (insektenbox.de)
- Die Wanzen der Schweiz – Informationen zur Fauna (wsl.ch)
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