Der Europäische Dachs (Meles meles): Ein faszinierender Bewohner der Schweizer Kulturlandschaften

Der Europäische Dachs ist der größte Vertreter der Familie der Marderartigen (Mustelidae) in der Schweiz. Er ist ein anpassungsfähiges, nachtaktives Wildtier, dessen Population in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen hat.

Biologie und Lebensweise

  • Aussehen & Bau: Der Dachs ist ein muskulöser Allesfresser. Er gräbt mit seinen kräftigen, bis zu 22 mm langen Krallen komplexe, teils meterlange unterirdische Bausysteme.
  • Ernährung: Im Gegensatz zu anderen Mardern besteht seine Nahrung zu etwa drei Vierteln aus pflanzlicher Kost (Obst, Wurzeln, Pilze, Samen). Ergänzend frisst er Würmer, Insekten, Schnecken und Mäuse. Aufgrund seines Gewichts von etwa 20 kg kann er in einer Nacht bis zu 500 Würmer vertilgen.
  • Aktivität: Der Dachs hält eine Winterruhe. Er ist fast ausschließlich in der Dämmerung und nachts aktiv, weshalb Begegnungen mit Menschen selten sind.

Der Dachs in der Schweiz

  • Verbreitung: Der Dachs ist in der Schweiz weit verbreitet. Untersuchungen zeigen, dass sich die Zahl der Dachse in den letzten 20 Jahren verdoppelt hat.
  • Urbanisierung: Immer häufiger werden Dachse in Stadtzentren und Siedlungsgebieten nachgewiesen. Sie schätzen Gärten als reich gedeckte Tische.
  • Verhalten gegenüber Menschen: Dachse gelten als menschenscheu. Sie sind keine aktiven Jäger von Haustieren und greifen Menschen in der Regel nicht an. Sollte man einem Tier zu nahe kommen, kann es sich jedoch verteidigen.

Zusammenleben und Konfliktlösung

Da Dachse beim Graben nach Nahrung Rasen oder Beete beschädigen können, gibt es bei Konflikten im Garten folgende Empfehlungen:

  • Prävention: Kehrichtsäcke erst am Morgen bereitstellen und nicht im Garten füttern.
  • Abwehr: Bei einer Begegnung helfen Lärm oder Licht (Taschenlampe). Als Geruchsbarrieren können kurzzeitig Duftstoffe dienen; ein Zaun mit einem Bodenabschluss von 30 cm verhindert den Zutritt effektiv.
  • Respekt: Man sollte sich einem Dachs nicht nähern und verletzte Tiere niemals ohne Schutz anfassen.

Die besten Informationsquellen zum Dachs

  1. Dachs - vom Wald in die Stadt (Umweltberatung Luzern)
  2. Europäischer Dachs - Tierpark Goldau
  3. Dachs (Meles meles) - Wildtierschutz Schweiz

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Europäischer Dachs
Auch wenn man einem Dachs tagsüber eher selten begegnet: Es kann gut sein, dass ein Dachs in der Nacht durch Ihren Garten spaziert. Ein Dachs auf Nahrungssuche kann in einer Nacht bis zu 11 Kilometer zurücklegen. In der Schweiz frisst der Dachs vorwiegend Regenwürmer. Um diese zu finden, verschliesst er seine Nase und gräbt den Boden um. Da ein Dachs gut 20 Kilogramm auf die Waage bringt, muss er bis zu 500 Würmer in einer einzigen Nacht fressen.
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Quellen: Naturpark Goldau, Wikipedia