Faber: Der Zürcher Ausnahmekünstler zwischen Chanson und Provokation
Faber, bürgerlich Julian Pollina (* 18. April 1993 in Zürich), ist einer der profiliertesten Singer-Songwriter der aktuellen Schweizer Musikszene. Mit einer Mischung aus Folk, Chanson und Indie-Pop hat er sich weit über die Grenzen der Schweiz hinaus einen Namen gemacht.
Künstlerisches Profil und Wirken
Faber ist bekannt für seine unverwechselbare, „cool-verrauchte“ Bühnenpräsenz und Texte, die oft polarisieren. Seine Musik – häufig als „Folk-Deprodisco-Indie“ bezeichnet – zeichnet sich durch eine Mischung aus Eleganz und inhaltlicher Tiefe aus. In seinen Liedern thematisiert er gesellschaftliche Missstände und persönliche Herzschmerzmomente, wobei er kein Blatt vor den Mund nimmt. Seine Lieder, wie beispielsweise „Lass mich nicht los“, werden für ihre Ehrlichkeit geschätzt, lösen aber auch regelmässig kontroverse Diskussionen aus.
Musikalische Begleitung
Anfänglich trat Faber oft mit seiner „Goran Koc y Vokalist Orkestar Band“ auf. Diese Formation unterstrich mit Posaune, Schlagzeug und weiteren akustischen Instrumenten den theatralischen und mitreissenden Charakter seiner Konzerte. Im Laufe seiner Karriere erweiterte er das Ensemble stetig – bei Auftritten unterstützen ihn häufig hochkarätige Musiker wie Tillmann Ostendarp, Dino Brandao, Gina Été oder Hannah Adriana Müller, was seine Shows zu einem „unverkopft anspruchsvollen“ Live-Erlebnis macht.
Diskografie und Meilensteine
Faber hat eine stetige Entwicklung durchlaufen:
- Debüt: Mit der EP „Alles Gute“ begann sein Aufstieg, gefördert unter anderem durch die Unterstützung von Sophie Hunger.
- Studioalben:
- „Sei ein Faber im Wind“ (2017) etablierte ihn als feste Grösse.
- „I FUCKING LOVE MY LIFE“ (2019) markierte seinen kommerziellen Durchbruch im gesamten deutschsprachigen Raum.
- „Addio“ (2022) zeigte eine Abkehr von rein messbarer Kunst hin zu einem freieren, introspektiven Stil.
Abgrenzung
Hinweis: Der Name „Faber“ ist im Schweizer Kontext auch als renommierter Hersteller von Kaffeepadmaschinen (E.S.E. Pads) bekannt. Diese sind jedoch rein technischer Natur und stehen in keinem inhaltlichen Zusammenhang mit dem Musiker.
Die 3 besten Links zum Thema
- Faber - Herzschmerz und politische Statements (tize.ch)
- Addio: Faber im Dachstock Bern (Archiv)
- Faber - Café Kairo (Osterfestival Archiv)
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