Wissensübersicht: Die Färber-Scharte und der Begriff „Scharte“ im Schweizer Kontext

Obwohl der Begriff „Färber-Scharte“ im botanischen Sinne oft mit der Färber-Scharte (Serratula tinctoria) assoziiert wird, zeigt eine Analyse der Schweizer Quellen, dass das Wort „Scharte“ in der Schweiz primär geographisch als Bergsattel oder als technischer Fachbegriff verwendet wird. Hier ist die Aufschlüsselung der Begrifflichkeiten:

1. Botanik: Die Färber-Scharte (Serratula tinctoria)

Die Färber-Scharte ist eine ausdauernde Pflanze aus der Familie der Korbblütler. Historisch wurde sie zum Färben von Wolle und Stoffen (gelb bis olivgrün) genutzt, was ihr den Namen gab. In der Schweiz findet man sie vor allem auf feuchten Wiesen und in lichten Wäldern.

2. Geographie: „Scharte“ in den Schweizer Alpen

In der Schweizer Topographie bezeichnet eine „Scharte“ eine tiefe, oft schmale Einsenkung im Grat eines Berges oder zwischen zwei Gipfeln. Die bereitgestellten Daten belegen zahlreiche prominente Beispiele:

  • Äussere Scharte: Ein wichtiger Bergpass auf 2706 m zwischen dem Unterengadin (Graubünden) und dem Vinschgau (Italien).
  • Napoleon-Scharte: Eine markante Einsinkerung im Calanda-Hauptkamm (Graubünden/St. Gallen), die als Verbindung zwischen dem Hintertal und dem Gipfel dient.
  • Alpinismus: In Schweizer Kletterberichten (z. B. am Seeschijen) wird der Begriff präzise für die tiefsten Punkte zwischen Klettergipfeln verwendet, die oft als Orientierungspunkte für Abseilmanöver oder Routenverläufe dienen.

3. Abgrenzung und weitere Bedeutungen

  • Wirtschaft: „Färber & Schmid“ ist ein Schweizer Unternehmen im Bereich der Abwasserchemie und Spezialreinigung, das keine direkte Verbindung zur Pflanze oder zum Bergbegriff aufweist, aber aufgrund der Namensähnlichkeit häufig in Suchanfragen auftaucht.
  • Psychologie: In der Traumdeutung wird das Wort „Scharte“ metaphorisch als „auszuwetzen“ (ein Hindernis oder Fehler, der korrigiert werden muss) interpretiert.
  • Sport: Der Begriff wird im Schweizer Sportkontext auch für Austragungsorte verwendet (z. B. Feldhandball-Cup „uf em Scharte“), was verdeutlicht, dass „Scharte“ in der Schweiz tief in der lokalen Flurnamenkunde verwurzelt ist.

  1. Äussere Scharte (2706m) – Geographische Details (fuorcla.ch)
  2. Napoleon-Scharte (Untervazer Flurnamen-Wiki)
  3. Traumdeutung: Bedeutung des Begriffs „Scharte“ (traumdeuter.ch)

Vielleicht auch interessant


Alpen-Ampfer

Berg-Frauenmantel

Einköpfiges Ferkelkraut

Felsen-Traubenkirsche

Ganzblättrige Primel

Gewöhnliche Gämskresse

Gewöhnlicher Fichtenspargel

Grosser Wiesenknopf

Gänse-Fingerkraut

Langstieliges Hornkraut

Lockerährige Segge

Mittlerer Klee

Ohnsporn

Quirlblättriges Läusekraut

Raue Nelke

Schlaffes Rispengras

Strahlenlose Kamille

Sumpf-Storchschnabel

Trauben-Eiche

Trauben-Steinbrech

Wald-Ruhrkraut

Wald-Segge

Weisser Diptam

Wiesen-Klee

Ährige Rapunzel
War das hilfreich?
Blumen
Färber-Scharte
Gattung
Korbblütengewächse (Asteraceae)
Blütezeit
Juli bis September
Vorkommen
kollineKolline Stufe (Hügelstufe: bis ca. 900m)
bis
montaneMontane Stufe (Bergstufe: ab 900 bis ca. 1500m)
Stufe
Färber-Scharte
KImehr über Färber-Scharte