Der Falten-Tintling (Coprinopsis atramentaria)

Der Falten-Tintling ist ein weit verbreiteter Pilz, der besonders durch seine spezifische Reaktion in Verbindung mit Alkohol bekannt ist. In der Schweiz ist er ein häufig anzutreffender Bewohner in Gärten, Parks und an Wegrändern.

Steckbrief und Merkmale

  • Wissenschaftlicher Name: Coprinopsis atramentaria (Synonym: Coprinus atramentarius)
  • Volksnamen: Grauer Tintling, Knoten-Tintling (wegen der knotigen Verdickung am unteren Stielende).
  • Vorkommen: Er wächst bevorzugt auf humusreichen Böden, häufig in Büscheln, von April bis November.
  • Verwechslungsgefahr: Oft wird er mit dem essbaren Schopf-Tintling (Coprinus comatus) verwechselt. Der Schopf-Tintling unterscheidet sich jedoch durch eine deutlich rauere, schuppige Hutoberfläche.

Besonderheit: Giftwirkung mit Alkohol

Der Falten-Tintling gilt als bedingt essbar. Er enthält den Wirkstoff Coprin. Dieser Stoff blockiert den Abbau von Alkohol im menschlichen Körper, was zu einer Acetaldehyd-Vergiftung führt.

  • Symptome: Bei gleichzeitigem Genuss von Alkohol treten unangenehme Vergiftungserscheinungen auf (unter anderem Herzrasen, Übelkeit, Gesichtsröte und Schwindel).
  • Wichtiger Hinweis: Aufgrund dieser Eigenschaft ist beim Verzehr des Pilzes strikte Abstinenz von alkoholischen Getränken erforderlich, auch noch Tage nach dem Konsum des Pilzes.

Ökologie und Verhalten

Wie andere Tintlinge zeigt auch der Falten-Tintling die typische Eigenschaft der Autolyse: Die Lamellen und der Hut lösen sich bei Reife in eine schwarze, tintenartige Flüssigkeit auf. Diese "Tinte" wurde historisch zum Schreiben verwendet. In der Schweiz wird der Pilz oft von mykologischen Vereinen (wie dem Verein für Pilzkunde Zug) dokumentiert und dient auch als Anschauungsobjekt für Pilzberatungen.


  1. Falten-Tintling (Coprinopsis atramentaria) - AWL.ch – Ausführliche Informationen zu Biologie und der Giftwirkung durch Coprin.
  2. Faltentintling - Verein für Pilzkunde Zug und Umgebung – Regionale Informationen aus der Schweiz mit Hinweisen zur Bestimmung.
  3. Pilz für Nahrung und Kreativität - Wildnis.at – Hilfreicher Vergleich zwischen Falten-Tintling und dem essbaren Schopf-Tintling sowie zur allgemeinen Verwendung.

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Pilze
Falten-Tintling
Der Gemeine/Graue Falten-Tintling oder kurz Falten-Tintling (Coprinopsis atramentaria, Syn. Coprinus atramentarius), aufgrund der knotigen Verdickung am unteren Stielende auch Knoten-Tintling 1 genannt, ist eine Pilzart aus der Familie der Mürblingsverwandten (Psathyrellaceae). Der häufige Blätterpilz kommt in Parkanlagen, an Wegrändern sowie in Laubwäldern vor und ist in Europa weit verbreitet. Die Fruchtkörper sind vor dem tintenartigen Zerfliessen des Huts und der Lamellen essbar, verursachen aber bei Alkoholgenuss eine Vergiftung (Coprinus-Syndrom).
Falten-Tintling
KImehr über Falten-Tintling
Quelle: Wikipedia