Favolacce (Bad Tales): Ein italienisch-schweizerisches Drama
Der Film „Favolacce“ (internationaler Titel: Bad Tales), das zweite Werk der Zwillingsbrüder Fabio und Damiano D’Innocenzo aus dem Jahr 2020, gilt als eines der bemerkenswertesten europäischen Dramen der letzten Jahre. Der Film ist eine Koproduktion zwischen Italien und der Schweiz (unter Beteiligung von AMKA Films Productions und der RSI) und zeichnet ein düsteres, fast märchenhaftes Porträt einer Vorstadtsiedlung bei Rom.
Inhalt und Atmosphäre
„Favolacce“ erzählt von mehreren Familien, deren Leben in einer trostlosen, abgeschlossenen Welt in der Peripherie Roms miteinander verwoben sind. Der Film entfaltet sich wie ein „böse geratenes Märchen“, in dem die Kinder unter dem Druck und der Intoleranz einer Welt leiden, die von ihren Eltern geprägt ist. Die Handlung wird oft als beklemmend, radikal und emotional intensiv beschrieben, wobei die Grenzen zwischen der Perspektive der Erwachsenen und der Kinder verschwimmen.
Auszeichnungen und Erfolg
Der Film feierte internationale Erfolge und wurde vielfach prämiert:
- Berlinale 2020: Silberner Bär für das beste Drehbuch.
- Nastri d'Argento 2020: Auszeichnungen als „Bester Film“, für das „Beste Drehbuch“ sowie in den Kategorien Regie, Kamera und Kostüme.
- Ciak d'Oro 2020: Weitere Würdigungen für Regie und Drehbuch.
Rezeption in der Schweiz
Der Film fand auch in der schweizerischen Filmlandschaft Beachtung und wurde in verschiedenen Programmkinos sowie Filmclubs (z. B. Ciné Club Le Locle) gezeigt. Aufgrund seiner intensiven und stellenweise verstörenden Thematik ist der Film teilweise erst ab 16 Jahren freigegeben. Die Kooperation mit Schweizer Produktionsfirmen wie der RSI unterstreicht die enge Einbindung in die schweizerische Kinolandschaft.
Die besten Links zum Thema
- AMKA Films – Offizielle Filmseite (Favolacce/Bad Tales)
- Cinemany – Detaillierte Analyse zum Film
- Ciné Club Le Locle – Veranstaltungsarchiv zum Film
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