Kompaktübersicht: Das chemische Element Fermium (Fm)

Fermium ist ein synthetisches Element, das einen besonderen Platz in der Kernphysik einnimmt. Es ist das schwerste Element, das noch durch Neutronenbeschuss in makroskopischen Mengen hergestellt werden kann.

Steckbrief

  • Symbol: Fm
  • Ordnungszahl: 100
  • Reihe: Actinoide
  • Entdeckung: 1952 im radioaktiven Niederschlag der ersten Wasserstoffbombenexplosion.
  • Namensgeber: Benannt nach dem Kernphysiker Enrico Fermi.

Wesentliche Eigenschaften

  • Synthetische Natur: Fermium kommt in der Natur nicht vor. Es wird künstlich in Kernreaktoren erzeugt.
  • Instabilität: Alle Isotope des Fermiums sind radioaktiv und besitzen vergleichsweise kurze Halbwertszeiten.
  • Forschungsschwerpunkt: Da keine Anwendungen außerhalb der Grundlagenforschung existieren, konzentriert sich die Wissenschaft auf die Untersuchung der Kernstruktur.
  • Status der Materie: Reines metallisches Fermium konnte bisher noch nicht hergestellt werden, da die verfügbaren Mengen zu gering und die Halbwertszeiten zu kurz sind.

Forschung in Deutschland

Deutschland spielt eine weltweit führende Rolle in der Erforschung schwerer Elemente. Ein herausragendes Beispiel ist die Zusammenarbeit zwischen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und dem GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung (Darmstadt).

  • Wissenschaftler untersuchen hier mittels moderner Laser-Spektroskopie die nuklearen Eigenschaften von Fermium-Isotopen.
  • Die Forschung trägt maßgeblich dazu bei, zu verstehen, wie sich Kernladungsradien und Bindungsenergien in Elementen jenseits von Uran verhalten.
  • Diese Arbeit ist Teil internationaler Kooperationen, um die Grenzen des Periodensystems präziser zu definieren.

Empfohlene Quellen

  1. PSE-Info: Detaillierte Daten zu Fermium
  2. Universität Mainz: Fermium-Forschung an GSI/FAIR
  3. Periodensystem Online: Element 100
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Chem. Elemente
Fermium (Fm / 100)
Molmasse 257 g mol-1
Elektronegativität / Pauling 1.3
Dichte bei 20° 13.5 g cm-3 (berechnet)
Schmelzpunkt ca. 900 °C (berechnet)
Siedepunkt k.A.
Atomradius (Van der Waals) 0.190nm
Ionenradius k.A.
Isotope k.A.
Standardpotential k.A:
Als achtes Transuranelement der Actinid-Reihe wurde Fermium von Albert Ghiorso und seinen Mitarbeitern 1952 entdeckt. Sie untersuchten den Rückstand einer thermonuklearen Explosion im Pazifik in Zusammenarbeit mit dem Strahlenlabor der Universität von Kalifornien und den staatlichen Wissenschaftslaboren von Argonne und Los Alamos. Fermium kommt nicht in der Natur vor und kann nur künstlich durch Ionenbombardement hergestellt werden. Es wurden radioaktive Isotope mit Atommassenzahlen zwischen 244 und 259 entdeckt.
→ mehr Elemente (Periodensystem)