Die Feuerlibelle (Crocothemis erythraea): Steckbrief und Wissenswertes

Die Feuerlibelle (Crocothemis erythraea) gehört zur Familie der Segellibellen (Libellulidae) und ist aufgrund ihrer intensiven Färbung eine der auffälligsten Libellenarten in Europa. Ursprünglich im Mittelmeerraum und Afrika beheimatet, hat sie sich in den letzten Jahrzehnten durch den Klimawandel erfolgreich nach Norden ausgebreitet und ist heute auch in der Schweiz heimisch.

Wichtige Merkmale zur Bestimmung

Die Unterscheidung von ähnlichen Arten, insbesondere den Heidelibellen oder dem Plattbauch, kann anhand folgender Merkmale erfolgen:

  • Männchen: Der gesamte Körper (inklusive Thorax, Augen und Stirn) ist leuchtend feuerrot gefärbt. Der Hinterleib ist eher breit und abgeflacht.
  • Weibchen: Diese ähneln dem Plattbauch-Weibchen, unterscheiden sich jedoch durch die hell gelbbraunen Basisflecken an den Hinterflügeln (beim Plattbauch sind diese dunkel schwarz-braun).
  • Besonderheit: Im Gegensatz zu den rot gefärbten Heidelibellen weist die Feuerlibelle keine schwarze Färbung am Hinterleib auf.
  • Größe: Die Tiere erreichen eine Körperlänge von 40 bis 45 mm und eine Flügelspannweite von bis zu ca. 65–70 mm.

Lebensweise und Verbreitung

  • Lebensraum: Feuerlibellen bevorzugen warme, sonnenexponierte Gewässer, Tümpel und Uferbereiche. Sie sind sehr reviertreu und nutzen exponierte Stängel als Ansitzwarten, von denen aus sie ihr Gebiet verteidigen.
  • Verbreitung in der Schweiz: Die Art ist in der Schweiz mittlerweile gut etabliert. Nachweise finden sich unter anderem an der Stillen Reuss bei Rottenschwil oder im Neeracherried. Verbreitungskarten bestätigen eine zunehmende Präsenz in verschiedenen Regionen der Schweiz.
  • Status: Aufgrund ihrer schnellen Ausbreitung und als Indikator für klimatische Veränderungen wurde die Feuerlibelle im Jahr 2011 zur „Libelle des Jahres“ gekürt.

Tipps für Beobachter und Fotografen

Da die Feuerlibelle sehr reviertreu ist, kehrt sie nach kurzen Flügen meist zu ihrem gewohnten Ansitz zurück.

  • Fotografie: Beste Ergebnisse erzielt man am frühen Morgen, wenn die Libellen noch „klamm“ und weniger scheu sind.
  • Annäherung: Eine flache und ruhige Annäherung von vorne erhöht die Chance auf eine gelungene Aufnahme, da das Männchen oft auf seinen Beobachtungsposten zurückkehrt.

Empfohlene Quellen

  1. Andrea Capol: Fotogalerie & Artbestimmung Feuerlibelle
  2. INSA: Steckbrief zur Feuerlibelle (Crocothemis erythraea)
  3. LibellenWissen: Die Feuerlibelle – Libelle des Jahres 2011

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Feuerlibelle
Gehört zur Familie der Segellibellen (Libellulidae), welche wiederum zu den Grosslibellen (Anisoptera) gehört. Merkmale: Körperlänge 40 bis 50 mm, Flügelspannweiten 65 bis 70 mm, auffallend rot, Weibchen eher bräunlich gefärbt; haben an der Basis des Flügels einen gelb-orangenen Schatten. Pterostigma gelb.
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Quelle: insects.ch