Flavio Cobolli: Aufstieg eines Weltklasse-Tennisprofis
Flavio Cobolli hat sich innerhalb kürzester Zeit von einem unbeschriebenen Blatt zu einem festen Bestandteil der erweiterten Tennis-Weltspitze entwickelt. Der 2002 in Florenz geborene Profi beeindruckt durch seine explosive Spielweise, seine emotionale Intensität auf dem Platz und seine stetige sportliche Weiterentwicklung.
Sportlicher Werdegang und Erfolge
- Durchbruch: Innerhalb von nur 18 Monaten hat sich Cobolli in der ATP-Weltrangliste bis in die Top 10 vorgekämpft.
- ATP-Erfolge: Er hat bereits drei ATP-Titel gewonnen und konnte durch herausragende Leistungen bei Grand-Slam-Turnieren – darunter ein Finaleinzug bei den French Open sowie Viertelfinalteilnahmen in Wimbledon – international auf sich aufmerksam machen.
- Davis Cup: Als wichtiger Bestandteil des italienischen Teams trug er maßgeblich zum Gewinn des Davis Cups bei, wobei er insbesondere durch das Abwehren von sieben Matchbällen in einem dramatischen Halbfinale gegen Zizou Bergs glänzte.
Verbindung zum Schweizer Tennis
Besondere Aufmerksamkeit in der Schweiz erregte Cobolli durch seine erfolgreiche Kooperation mit der Schweizer Tennis-Ikone Belinda Bencic. Das Duo bildete im Mixed-Doppel eine schlagkräftige Einheit, die sich bei den US Open bis ins Finale im Arthur Ashe Stadium vorkämpfte. Trotz des knapp verlorenen Endspiels gegen das Duo Muchova/Mensik wurde die Kombination Bencic/Cobolli als eines der stärksten Teams des neu gestalteten Mixed-Wettbewerbs gefeiert.
Spielstil und Persönlichkeit
Cobolli ist für seine intensive und emotionale Spielweise bekannt, die ihm den Spitznamen „Hulk“ einbrachte. Hinter der athletischen Fassade zeigt sich der Profi jedoch auch von einer menschlichen Seite, etwa wenn er Siege verstorbenen Freunden widmet oder offen über seinen Reifeprozess und seine Leidenschaft für Tattoos spricht. Auch abseits der großen Stadien sucht er die Nähe zum Sport, etwa bei Auftritten in der deutschen Tennis-Bundesliga für den BTC von 1912.
Beste 3 Links zum Thema
- Bencic verpasst US-Open-Titel hauchdünn (tennis.ch)
- Flavio Cobolli: "Ich habe mich wie Hulk gefühlt" (tennis MAGAZIN)
- Flavio Cobolli: Tränen bei BMW Open nach persönlicher Tragödie (Sachspur)
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