Fledermäuse in der Schweiz: Lebensweise, Schutz und Wissenswertes

Fledermäuse sind faszinierende, in der Schweiz heimische Säugetiere, die eine zentrale Rolle im ökologischen Gleichgewicht spielen. Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Aspekte zusammen, von ihrer Biologie bis hin zu ihrem Schutzstatus.

Biologische Fakten und Lebensweise

  • Aktivität und Echoortung: Fledermäuse sind nachtaktiv und nutzen zur Orientierung sowie zur Jagd die Echoortung. Da sie nicht wie Menschen Farben sehen, verlassen sie sich im Dunkeln voll und ganz auf ihre akustische Wahrnehmung.
  • Ernährung: Sie sind reine Insektenfresser. Eine einzige Fledermaus kann pro Stunde bis zu 1.200 Stechmücken vertilgen. Sie verhindern so eine übermässige Vermehrung von Schadinsekten.
  • Winterschlaf: Von November bis Ende März halten Fledermäuse in der Schweiz einen Winterschlaf, da in dieser Zeit ihr Nahrungsangebot (Insekten) fehlt.
  • Trächtigkeit und Aufzucht: Im Frühling erwachen sie und suchen ihre Sommerquartiere auf. Die Weibchen sind oft trächtig. Jungtiere klammern sich reflexartig am Bauch des Muttertieres fest, bis sie selbstständig sind.

Fledermäuse in der Schweiz: Schutz und Zusammenleben

  • Lebensraum: Sie bevorzugen ruhige, dunkle Orte. In der Schweiz gibt es engagierte Organisationen (wie den Fledermausschutz), die sich für den Erhalt dieser Tiere einsetzen.
  • Lichtverschmutzung: Künstliches Licht kann Fledermäuse in ihrer natürlichen Jagdweise stören. Während Lichtquellen kurzfristig als „Fastfood-Buffet“ (da Mücken von Licht angezogen werden) fungieren können, beeinträchtigt die allgemeine Helligkeit ihren Lebensraum und ihr natürliches Verhalten.
  • Soforthilfe: Falls Sie auf ein geschwächtes oder verletztes Tier stossen, bieten Fachstellen Unterstützung an (z. B. Nottelefon: 079 330 60 60).
  • Gartentipp: Das Anbringen von Fledermaus-Kästen an Gebäuden hilft den Tieren bei der Quartiersuche und fördert eine natürliche Schädlingsbekämpfung rund um das Eigenheim.

Hinweis zur Begriffsklärung

Im Kontext von „Fledermäusen im Bauch“ oder „Fledermaus-Ärmeln“ ist in der Modebranche (insb. in der Schweiz bei Kleidung für mollige Frauen) oft von „Fledermaus-Ärmeln“ die Rede. Dies bezieht sich jedoch rein auf den Schnitt von Textilien und hat keinen inhaltlichen Bezug zur Biologie der Tiere.


  1. Koordinationsstelle für Fledermausschutz Schweiz – Die zentrale Anlaufstelle für Schutzmassnahmen und Hilfe bei Fundtieren.
  2. Naturzyt: Tierisch gutes Gespräch mit Erna Fledermaus – Ein informatives Interview, das die Perspektive der Fledermaus beleuchtet.
  3. Plagex: Fledermaus Informationen – Hilfreiche Fakten zu Lebenszyklus und ökologischer Bedeutung der Tiere.

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Quelle: swissfilms.ch