Flüelapass

Flüelapass – Das Schneeparadies Graubündens auf 2.383 Metern

Der Flüelapass ist einer der bekanntesten und höchsten Alpenpässe der Schweiz. Mit einer Scheitelhöhe von 2.383 Metern verbindet er das Landwassertal bei Davos mit dem Unterengadin (Susch). Er liegt im Kanton Graubünden und ist vor allem für seine extremen Schneemengen, seine spektakuläre Hochgebirgslandschaft und als Ausgangspunkt für anspruchsvolle Wanderungen bekannt.

Geografie und Lage

Der Pass befindet sich zwischen dem Flüela-Weisshorn und dem Flüela Schwarzhorn (3.147 m). Die 26 Kilometer lange Passstrasse führt durch das Prättigau hinauf und öffnet sich auf der Passhöhe zu einem weiten, hochalpinen Panorama. Aufgrund der lokalen Topografie und der Höhe bleibt die Region sehr lange schneebedeckt. Der Flüelapass gehört regelmässig zu den ersten Gebieten in den Alpen, die im Herbst Schnee erhalten und zählt zu den schneereichsten Pässen der Schweiz.

Wintersperre und Schneereichtum

Von etwa November bis Mai ist der Flüelapass für den motorisierten Verkehr gesperrt. Diese Sperre macht den Pass im tiefen Winter zu einem menschenleeren Schneeparadies. Die enorme Schneemenge, die hier fällt, wird durch die Nordstaulage der Alpen und die Kaltluftseen in der Hochlage begünstigt. Temperaturen bleiben selbst im Sommer oft niedrig, sodass Schnee bis in den Frühsommer liegen bleiben kann.

Beliebte Aktivitäten

  • Wandern: Der Flüelapass ist idealer Ausgangspunkt für hochalpine Touren. Besonders beliebt ist die Besteigung des Flüela Schwarzhorn (ca. 9,7 km, 850 Hm, ca. 6 Stunden). Weitere Highlights sind die Jöriseen-Tour (Flüelapass – Jörifluefurgga – Jöriseen – Vereinahütte – Klosters).
  • Schlitteln: Im Winter finden auf dem gesperrten Pass spektakuläre Events statt, wie das «Red Bull Sledgends», bei dem hunderte Schlittler aus der ganzen Schweiz teilnehmen.
  • Motorsport & Filmaufnahmen: Der gesperrte Pass diente bereits als Kulisse für spektakuläre Aufnahmen, unter anderem für den Audi S1 Hoonitron mit Mattias Ekström («Racing for Ken Block»).
  • Fotografie: Die einzigartige Kombination aus hochalpiner Landschaft, dramatischen Wolken und tiefem Schnee macht den Flüelapass zu einem der fotogensten Orte Graubündens.

Praktische Hinweise

Der Pass ist im Sommer mit dem Auto, Motorrad oder dem Postauto ab Davos gut erreichbar. Im Winter empfiehlt sich die Anreise mit dem Postauto bis zur Haltestelle «Schwarzhorn» oder «Wägerhus», um von dort aus Wanderungen zu starten.


Beste 3 Links:

  1. Flüelapass: Ein Schneeparadies in den Alpen – Detaillierte Einblicke in die enormen Schneemassen und meteorologischen Besonderheiten
  2. Wanderung Schwarzhorn ab Flüelapass – Ausführlicher Tourenbericht zur Besteigung des 3.147 m hohen Flüela Schwarzhorn
  3. Audi S1 Hoonitron auf dem Flüelapass – Spektakuläres Video und Bericht über die Rennstrecke auf dem gesperrten Pass

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Flüelapass (2'383 m)
Der Fund von bronzezeitlichen Lanzenspitzen selbst auf dem Flüelapass belegt die schon frühe Nutzung dieses Überganges aus dem Flüelatal ins Unterengadin. Eigentliche Bedeutung erlangte die Region im 13. Jh mit der Einwanderung der Walserfamilien. Eine Urkunde von 1289 belegt die Übernahme von Gütern durch die Walser: «Wilhelm, dem ammen vnd sinen gesellen daz guot ze Tavaus ze rechten lehen».
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Quelle: IG Alpenpässe