Frontaliers entre deux eaux : Eine filmische Dokumentation über den Pendleralltag am Genfersee

Die Dokumentation „Frontaliers, entre deux eaux“ (2015) beleuchtet das Leben und den Arbeitsalltag tausender Grenzgänger, die täglich den Genfersee überqueren, um in der Schweiz zu arbeiten. Unter der Regie von Marcel Schüpbach und Marc Wolfensberger entstand ein eindrückliches Porträt einer Region, die durch Mobilität und wirtschaftliche Abhängigkeiten geprägt ist.

Zentrale Aspekte des Films

  • Historische Entwicklung: Während in den frühen 1980er Jahren nur etwa dreißig Personen den Weg über den See antraten, ist diese Zahl bis heute auf über 3.000 Grenzgänger pro Tag angewachsen.
  • Pendler-Rhythmen: Der Film zeichnet den Tagesablauf der Schiffsverbindungen nach:
    • Frühe Morgenstunden (05:40 Uhr): Arbeiter und Angestellte treten ihre erste Schicht an.
    • Morgens (07:00 Uhr): Trader und Büroangestellte („Cols blancs“) pendeln zur Arbeit.
    • Besondere Gruppen: Die Dokumentation fängt spezifische soziale Dynamiken ein, wie den sogenannten „Club des Blondes“ um 08:20 Uhr.
    • Nachtschichten: Auch der Rückweg der Nachtarbeiter (Pflegepersonal, Bäcker, Wächter), die nach getaner Arbeit auf dem ersten Schiff zurück nach Frankreich fahren, wird thematisiert.
  • Produktion: Der Film ist eine Gemeinschaftsproduktion von Thin Line Productions (Schweiz), der SRG SSR, RTS und ARTE G.E.I.E.

Kontext zur Thematik

Der Titel „entre deux eaux“ (zwischen zwei Wassern) fungiert im Film als Metapher für den Transit zwischen dem Wohnort in Frankreich und dem Arbeitsplatz in der Schweiz. Über den Film hinaus findet sich diese Redewendung in der Schweizer Kultur und Kunst mehrfach wieder – sei es als archäologisches Thema im Museum Laténium oder in zeitgenössischen künstlerischen Arbeiten. Ökonomisch betrachtet verdeutlicht das Thema die ausgeprägten Unterschiede im Lebensstandard und die Gehaltsunterschiede zwischen Grenzgängern und lokalen Arbeitskräften in der Genferseeregion.

Die besten Quellen zum Thema

  1. Cinéforom: Frontaliers, entre deux eaux (Detaillierte Filminformationen)
  2. Leman Finance: Analyse zu den Lebensstandards von Grenzgängern
  3. Laténium: Informationen zur historischen Bedeutung des Begriffs „Entre deux eaux“

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Frontaliers entre deux eaux
Frontaliers entre deux eaux
Switzerland / France, February 2015
Die Grenzarbeitnehmer… die Wurzel allen Übels? Der Film gibt Einblick in den Alltag der Grenzgänger, die täglich mit dem Schiff von Evian auf der französischen Seite des Genfer Sees nach Lausanne ans Schweizer Ufer reisen. Das erste Schiff verlässt Evian um 5 Uhr 40, vor allem mit Handwerkern. Um 7 Uhr sind es die Büroangestellten. Um 8 Uhr 20, der Blondinen Club. Seit der Schweizer Abstimmung «gegen Masseneinwanderung» im Februar 2014 ist die Stimmung an Bord deutlich angespannt.
von Marcel Schüpbach, Marc Wolfensberger
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Quelle: swissfilms.ch