Der Gänsesäger (Mergus merganser): Ein faszinierender Wasservogel der Schweiz

Der Gänsesäger ist ein weit verbreiteter und charakteristischer Bewohner der Schweizer Gewässer. Als geschickter Fischjäger ist er sowohl an grösseren Seen als auch an fliessenden Gewässern anzutreffen.

Steckbrief und Biologie

  • Wissenschaftlicher Name: Mergus merganser
  • Nahrung: Er ist ein spezialisierter Fischfresser. Ein ausgewachsener Gänsesäger frisst etwa 300 Gramm Fisch pro Tag. Um die glatten Fische sicher greifen zu können, besitzt er spezialisierte, zahnartige Lamellenreihen am Schnabel.
  • Lebensraum: Bevorzugt klare, fischreiche Seen und Flüsse mit Baumbestand. In der Schweiz hat sich die Art mittlerweile stark an den Menschen gewöhnt, insbesondere in Siedlungsnähe, wo sie teilweise sogar Brot annimmt.
  • Fortpflanzung: Gänsesäger sind Höhlenbrüter. Sie nutzen natürliche Baumhöhlen, aber auch künstliche Nistkästen (z. B. an Kirchtürmen oder in Parkanlagen), die oft auch von anderen Arten wie Turmfalken beansprucht werden.

Vorkommen in der Schweiz

Der Gänsesäger ist in der Schweiz das ganze Jahr über präsent:

  • Brutbestand: Mit etwa 600 bis 800 Brutpaaren gilt er als recht häufiger Brutvogel.
  • Verbreitung: Er ist an fast allen grösseren Schweizer Seen und Flüssen anzutreffen. Auch an speziellen Standorten wie dem Natur- und Tierpark Goldau (Blauweiher/Waldweiher) oder dem Gwatt-Lischenmoos am Thunersee kann man ihn beobachten.
  • Beobachtung: Da die Vögel in bewohnten Gebieten wenig scheu sind, lassen sie sich oft gut aus der Nähe beobachten, etwa bei der Jagd an Fischtreppen oder beim Ruhen am Ufer.

Besonderheiten

  • Mauser: Während des Sommers wechseln die Männchen in ihr unauffälligeres Schlichtkleid, wodurch sie optisch den Weibchen ähnlicher werden.
  • Naturschutz: Es gab zeitweise Vermutungen, dass der Gänsesäger für den Rückgang bestimmter Fischarten verantwortlich sei. Wissenschaftliche Belege hierfür fehlen jedoch bisher.
  • Verhalten: Oft sieht man sie in Gruppen. Beobachtungen zeigen zudem, dass Jungtiere nach dem Flüggewerden teilweise gemeinsam in Trupps unterwegs sind.

  1. Gänsesäger - Steckbrief, Bestimmung, Verhalten (Nicolas Stettler)
  2. Gänsesäger im Natur- und Tierpark Goldau
  3. Gänsesäger – Bilddokumentationen und Beobachtungen (Christas Vogelwelt)

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An Grösse übertrifft der Gänsesäger bei uns alle Schwimm- und Tauchenten. Die Hauptverbreitung liegt in Skandinavien, Sibirien und Nordamerika. Auch im nördlichen Alpenvorland gibt es eine Brutpopulation, von der rund die Hälfte an den Schweizer Seen und Flüssen brütet. Damit kommt unserem Land eine grosse Verantwortung für die Erhaltung dieser Population zu. Beim Balzen reckt sich das Männchen im Wasser hoch, streckt den Hals und richtet die Scheitelfedem auf. Danach kommt es zu einer Jagd zwischen den Partnern.
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