Die Gartenbohne – Giftpflanze des Jahres 2026
Warum gilt die Gartenbohne als Giftpflanze?
Die Gartenbohne (Phaseolus vulgaris) wurde 2026 mit 516 Stimmen (30 %) zur Giftpflanze des Jahres gekürt. Grund dafür ist das in den rohen oder halbgaren Hülsen und Samen enthaltene Lektin-Gemisch Phasin. Dieses kann bei Verzehr Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auslösen. Die Auszeichnung soll auf die unterschätzten Risiken beim unsachgemäßen Umgang mit Gartenbohnen aufmerksam machen.
Vorkommen und Herkunft
- Ursprung: Mittel- und Südamerika
- Einführung in Europa: 16. Jahrhundert
- Verbreitung: Weltweit in Kultur; in der Schweiz ein weit verbreitetes Gemüse im Hausgarten und im kommerziellen Anbau
Botanik und Inhaltsstoffe
- Botanische Familie: Fabaceae (Hülsenfrüchtler)
- Wichtige Inhaltsstoffe:
– Phasin (giftiges Lektin)
– Eiweiß, Ballaststoffe, Vitamine B und C, Mineralstoffe (Kalium, Eisen, Magnesium)
– Fungistatische Stoffe (Phaseolin)
Risiken und sichere Zubereitung
- Nur gründlich erhitzen – mindestens 10–15 Minuten bei > 95 °C kochen oder dünsten.
- Roh oder nur angegart nicht verzehren – Phasin wird erst durch Hitze zerstört.
- Weitere Hülsenfrüchte wie Feuerbohnen, Kichererbsen oder Pintobohnen ebenfalls stets ausreichend erhitzen.
Weitere Nutzung
Neben der Verwendung als Gemüse dient die Gartenbohne (vor allem die Hülsen) in der Schweiz und in Europa als unterstützende Therapie bei dysurischen Beschwerden (schmerzhaftes Wasserlassen) in verschiedenen Urologika.
Beste 3 Links
- Giftpflanze des Jahres 2026: die Gartenbohne – Gartenblog
- Die Gartenbohne – Giftpflanze des Jahres 2026 – Naturerlebnis Kalis
- Giftpflanze des Jahres 2026: Wie gefährlich sind Bohnen im Garten? – kraut&rüben
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