Porträt der Geiskraut-Bodenwanze (Nysius senecionis) und verwandter Arten

Die „Geiskraut-Bodenwanze“ (Nysius senecionis) ist ein Vertreter der Familie der Bodenwanzen (Rhyparochromidae) aus der Ordnung der Wanzen (Heteroptera). Obwohl der Name spezifisch auf eine Art hinweist, wird der Begriff im allgemeinen Sprachgebrauch oft synonym für verschiedene Vertreter der Bodenwanzen verwendet, die in Gärten, Parks oder im Siedlungsraum anzutreffen sind.

Steckbrief und Merkmale

  • Systematik: Ordnung Wanzen (Heteroptera), Familie Bodenwanzen (Rhyparochromidae).
  • Lebensweise: Die meisten Arten der Bodenwanzen ernähren sich von Pflanzensamen (samenfressend/phytophag). Einige Arten wie die Weisspunkt-Bodenwanze zeigen zudem räuberische Tendenzen.
  • Ökologische Rolle: Sie treten häufig in Siedlungsräumen auf. Während einige Arten als lästige „Wintergäste“ in Häusern wahrgenommen werden, sind sie ökologisch unbedenklich und verursachen keine Schäden an Bausubstanz oder Holz.
  • Verwechslungsgefahr: Die Gemeine Bodenwanze (Rhyparochromus vulgaris) wird aufgrund ihrer Erscheinung gelegentlich mit dem Hausbockkäfer verwechselt, ist jedoch ein harmloser Samenfresser.

Vorkommen und Verbreitung in der Schweiz

Die Schweiz weist eine hohe Diversität an Bodenwanzen auf. Verbreitungskarten der nordwestschweizerischen Region belegen eine Vielzahl an Arten, darunter Nysius senecionis (Geiskraut-Bodenwanze) sowie die Rhyparochromus-Arten.

  • Ausbreitungstrends: Mediterrane Arten wie die Weisspunkt-Bodenwanze (Melanocoryphus albomaculatus) breiten sich aufgrund des Klimawandels zunehmend nach Norden aus und besiedeln auch urbane Biodiversitätsflächen in der Schweiz.
  • Lebensraum: Man findet sie bevorzugt in Gärten, an Waldrändern und in naturnahen Siedlungsbereichen, wo sie an drüsigen Pflanzen oder an Samen saugen.

Bodenwanzen im Siedlungsraum

Bodenwanzen wie die Gemeine Bodenwanze finden sich oft in Holzlagern oder in der Nähe von Wildbienenhotels. Es ist wichtig festzuhalten, dass sie keine Holzschädlinge sind. Sie nutzen lediglich die geschützten, warmen Spalten als Überwinterungsquartier. Ihre Anwesenheit in Wildbienenhotels ist in der Regel zufällig; sie treten dort nicht als Parasiten der Wildbienen auf.

Die besten Informationsquellen

  1. Natur im Siedlungsraum (NIMS) – Wanzen-Porträts – Fokus auf Arten im urbanen Raum der Schweiz.
  2. Ökart – Verbreitungskarten Bodenwanzen – Detaillierte Übersicht über das Vorkommen in der Nordwestschweiz.
  3. Schädlingskunde.de – Gemeine Bodenwanze – Sachliche Klärung zur Abgrenzung gegenüber Holzschädlingen.

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