Die Gelbvieh-Rinderrasse: Ein Porträt

Herkunft und Geschichte

Das Gelbvieh, auch als „Frankenvieh“ bekannt, hat seine historische Heimat in Süddeutschland, insbesondere in der Region Franken (Bayern). Die Rasse geht auf ein rotbraun gefärbtes, eher kleines keltisch-germanisches Rind zurück. Historisch gesehen war der Begriff „Gelbvieh“ ein Sammelbegriff, unter dem im Alpenraum verschiedene regionale Schläge zusammengefasst wurden. In den Regionen Rhön und Spessart galt das Gelbvieh über lange Zeit als das typische, landschaftsprägende Rind.

Status und Verbreitung

Heute ist die Rasse in Deutschland gefährdet und steht seit 2008 auf der Roten Liste gefährdeter Nutztierrassen. Während sie in Deutschland weiterhin gezüchtet wird – unter anderem in spezialisierten Betrieben wie der „Weißen Hube“ in Hessen –, ist die Präsenz in der Schweiz sehr gering:

  • Schweizer Herdbuch: Das Gelbvieh ist eine von 39 Rassen, die im Schweizer Fleischrinderherdebuch geführt werden.
  • Bestand: In der Schweiz gibt es aktuell nur eine Handvoll Tiere dieser Rasse.

Merkmale und Zucht

  • Erscheinungsbild: Die Tiere sind traditionell gelb bis rotbraun gefärbt.
  • Zuchtziele: Moderne Züchtungen setzen vermehrt auf genetische Hornlosigkeit.
  • Nutzung: Das Gelbvieh wurde historisch als Zweinutzungsrasse (Milch und Fleisch/Arbeit) geschätzt. Heute spielt es eine wichtige Rolle in der Mutterkuhhaltung, da es als robust und für extensive Bewirtschaftung geeignet gilt. Auch in Kreuzungsprogrammen (z.B. zur Entwicklung des Deutschen Angus) fand das Gelbvieh Verwendung.

Wissenswertes

Für Züchter und Interessierte bietet Mutterkuh Schweiz spezielle zweisprachige Rassenbeschreibungstafeln an, die detailliert über die Besonderheiten dieser Rasse informieren und häufig im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit oder auf landwirtschaftlichen Betrieben eingesetzt werden.


  1. Mutterkuh Schweiz: Gelbvieh Rasseprofil
  2. Mutterkuh Schweiz: Rassenbeschreibungstafel bestellen
  3. Fränkisches Freilandmuseum Fladungen: Gelbvieh-Hintergründe

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Mit einer Widerristhöhe von bis zu 158 Zentimetern bei Stieren gilt Gelbvieh als grossrahmig. Die Rasse hat ihren Ursprung in Süddeutschland und zeichnet sich durch ihr goldenes bis honigrotes Fell aus. Grauvieh-Kühe sollen ausserdem einen ruhigen Charakter und gute Muttereigenschaften haben.
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Quelle: BauernZeitung