Die Gemeine Schliessmundschnecke (Alinda biplicata) – Ein Porträt

Die Gemeine Schliessmundschnecke (Alinda biplicata) ist eine faszinierende Landlungenschnecke, die durch ihre besondere Gehäuseform und ihre Lebensweise auffällt. In der Schweiz ist sie eine bemerkenswerte Bewohnerin der wirbellosen Fauna.

Biologische Besonderheiten

  • Gehäusebau: Ein markantes Merkmal der Art ist ihre sogenannte „linksgewundene“ Schale. Im Gegensatz zur Mehrheit der Schneckenarten verlaufen ihre Gehäusewindungen gegen den Uhrzeigersinn (linkshändig).
  • Systematik: Sie gehört zur Familie der Schliessmundschnecken (Clausiliidae), deren Name auf den speziellen Verschlussapparat im Gehäuse hindeutet, der das Tier vor Austrocknung und Fressfeinden schützt.

Verbreitung und Vorkommen in der Schweiz

  • Regionale Nachweise: Die Art ist in verschiedenen Schweizer Kantonen dokumentiert. So führt beispielsweise das Naturmuseum St. Gallen die Gemeine Schliessmundschnecke in seiner Sammlung, und sie wurde auch im Kanton St. Gallen als Teil der wirbellosen Tierwelt nachgewiesen.
  • Gefährdungsstatus: Die Bestände der Gemeinen Schliessmundschnecke sind in der Schweiz nicht unbedenklich. Laut Berichten von BirdLife Schweiz wird sie in der Roten Liste als landesweit „stark gefährdet“ eingestuft. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, naturnahe Strukturen zu erhalten, die dieser Art als Lebensraum dienen.

Lebensweise

Wie viele ihrer Verwandten bevorzugt sie feuchte, schattige Plätze, wie sie in Wäldern, Gebüschen oder an strukturreichen Mauerstellen vorkommen. Da sie auf spezifische Lebensraumbedingungen angewiesen ist, reagiert sie empfindlich auf Landschaftsveränderungen und den Verlust von Totholz oder natürlichen Kleinstrukturen.


Empfohlene weiterführende Informationen

  1. Naturmuseum St.Gallen - Sammlungsobjekt des Tages: Alinda biplicata
  2. Naturinfo.ch - Die wirbellose Tierwelt im Kanton St.Gallen
  3. BirdLife Schweiz - Strukturen für das Leben (Informationen zur Gefährdung)

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Schnecken Schweiz
Gemeine Schliessmundschnecke
Merkmale
Gehäuse schmal und nadelförmig, linksgewunden und deutlich gerippt. Mündungsrand zusammenhängend und Parietallippe vom Gehäuse getrennt. Gehäusemündung mit Basalrinne, untere Palatalfalte von vorne nicht sichtbar. Ober- und Spirallamelle getrennt. Spiralis kann manchmal nicht gesehen werden, da sie tief in der Mündung sitzt. Mondfalte gut entwickelt
Fundorte
Jura und Mittelland, vor allem Raum Bodensee, Zürichsee, Sarnerland, Bern
Lat. Bezeichnung
Alinda biplicata
Gemeine Schliessmundschnecke
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Quelle: info fauna CSCF