Der Gemeine Steinpilz (Boletus edulis): König der Speisepilze

Der Gemeine Steinpilz, auch bekannt als Herrenpilz oder Edelpilz, gilt als einer der geschätztesten Speisepilze weltweit. Da er eine Mykorrhiza-Symbiose mit Bäumen eingeht, lässt er sich nicht züchten und ist ausschließlich wild zu sammeln oder als Wildware im Handel erhältlich.

Wichtige Merkmale und Wissenswertes

  • Biologie: Als Mykorrhiza-Pilz lebt er in enger Lebensgemeinschaft mit Bäumen wie Buchen und Eichen.
  • Kulinarik: Er zeichnet sich durch sein festes Fleisch und sein intensives Aroma aus. In der Küche ist er vielseitig einsetzbar – ob frisch in Eintöpfen oder getrocknet, wobei er sein Aroma besonders stark entfaltet.
  • Gesundheit: Aktuelle Forschungen deuten darauf hin, dass Steinpilze antioxidative Eigenschaften besitzen und entzündungshemmend wirken können.

Besonderheiten in der Schweiz

In der Schweiz ist der Steinpilz ein hochgeschätztes Sammelgut. Da jedoch die Sammelquoten in Schweizer Wäldern stark reglementiert sind, gelangen einheimische Steinpilze nur selten in den kommerziellen Handel. Marktangebote stammen daher häufig aus dem europäischen Ausland (z. B. Osteuropa, Frankreich oder Spanien).

Die Gefahr der Verwechslung

Beim Sammeln ist höchste Vorsicht geboten. Der Gemeine Gallenröhrling (Tylopilus felleus) gilt als der klassische Doppelgänger des Steinpilzes.

  • Unterschiede: Der Gallenröhrling hat oft rosa gefärbte Röhren und ein grobmaschiges, dunkles Stielnetz. Der Steinpilz hingegen weist im Alter helle bis olivgrüne Röhren und ein feines, weißes Stielnetz auf.
  • Speisewert: Obwohl der Gallenröhrling nicht giftig ist, ist er aufgrund seines extrem bitteren Geschmacks ungenießbar und verdirbt jedes Gericht.

Tipps für Sammler

  1. Reifegrad: Experten mahnen, keine zu alten Fruchtkörper zu sammeln. Diese verlieren an Qualität und sind oft bereits von Maden befallen.
  2. Sicherheit: Grundsätzlich gilt: Nur Pilze sammeln, die zu 100 % sicher identifiziert werden können. Anfängern wird empfohlen, sich zunächst auf wenige, bekannte Arten zu konzentrieren und bei Unsicherheit den Pilz stehen zu lassen.
  3. Regeln: In der Schweiz sind lokale Vorschriften bezüglich Sammelzeiten und Mengen strikt einzuhalten.

  1. Gemeiner Gallenröhrling (Verwechslungsgefahr) - AWL.ch
  2. Gemeiner Steinpilz: Sammeln & Verarbeiten - BERGINSTINCT
  3. Pilz-Experte zur Qualität beim Sammeln - Focus.de

Vielleicht auch interessant


Beutel-Stäubling

Blutmilchpilz

Brennender Rübling

Falscher Pfifferling

Flaumiger Birken-Milchling

Fleischroter Speise-Täubling

Gallertiger Zitterzahn

Gemeiner Safranschirmling

Gift-Häubling

Gold-Röhrling

Goldfell-Schüppling

Grünspan-Träuschling

Kahler Krempling

Kegeliger Saftling

Kiefern-Steinpilz

Krause Glucke

Körnchen-Röhrling

Orangefuchsiger Raukopf

Orangegelber Scheidenstreifling

Reifpilz

Satans-Röhrling

Schaf-Porling

Stoppeliger Drüsling

Totentrompete

Trompetenpfifferling
War das hilfreich?
Pilze
Gemeiner Steinpilz
Der Gemeine Steinpilz (Boletus edulis), auch Fichten-Steinpilz, Herrenpilz oder Edelpilz genannt, ist eine Pilzart aus der Familie der Dickröhrlingsverwandten und Typusspezies der Gattung Dickröhrlinge. Die Fruchtkörper haben meist einen bräunlichen Hut, weisse bis olivgelbliche Poren, eine helle Netzzeichnung am Stiel und weisses, nur selten auf Druck oder bei Verletzung blauendes Fleisch. Der Pilz bildet mit zahlreichen Laub- und Nadelbäumen eine Mykorrhiza, häufig lebt er mit Fichten in Symbiose.
Gemeiner Steinpilz
KImehr über Gemeiner Steinpilz
Quelle: Wikipedia