Die Gestreifte Puppenschnecke (Pupilla sterrii) – Ein Porträt

Die Gestreifte Puppenschnecke (Pupilla sterrii) gehört zur Familie der Puppenschnecken (Pupillidae). Sie ist eine spezialisierte Landlungenschnecke, die in Mitteleuropa verbreitet ist und aufgrund ihrer ökologischen Ansprüche einen wichtigen Indikator für den Zustand bestimmter Lebensräume darstellt.

Systematische Einordnung

  • Klasse: Gastropoda (Schnecken)
  • Ordnung: Stylommatophora (Landlungenschnecken)
  • Familie: Pupillidae (Puppenschnecken)
  • Gattung: Pupilla
  • Art: Pupilla sterrii (Voith, 1840)

Merkmale und Lebensweise

Die Gestreifte Puppenschnecke ist eine sehr kleine Gehäuseschnecke, die – wie der Name verrät – durch eine charakteristische Struktur ihres Gehäuses auffällt. Sie bevorzugt trockenere, oft kalkhaltige Standorte. Im Vergleich zu eng verwandten Arten wie der Alpen-Puppenschnecke (Pupilla alpicola), die eher in feuchten Mooren vorkommt, findet man die Gestreifte Puppenschnecke häufig in Offenlandbiotopen, auf Kalkschutt oder in trockenwarmen Habitaten (z. B. auf der Schwäbischen Alb oder vergleichbaren Regionen).

Vorkommen und Schutzstatus

  • Schweiz: In der Schweiz gilt die Gattung Pupilla als ökologisch bedeutsam. Während einige Arten wie die Alpen-Puppenschnecke im Kanton Bern gezielt geschützt werden, taucht die Gestreifte Puppenschnecke oft in Untersuchungen von stark gefährdeten Schneckenpopulationen auf. Ihr Vorkommen ist meist an kleinflächige, ökologisch wertvolle Habitate gebunden.
  • Gefährdung: Viele Vertreter der Puppenschnecken sind durch die Zerstörung ihrer Lebensräume (z. B. Entwässerung von Mooren oder Aufgabe der traditionellen Bewirtschaftung von Kalkmagerrasen) bedroht. Sie gelten daher häufig als Zielarten für Naturschutzmassnahmen und Aktionspläne.

Ökologische Bedeutung

Die Gestreifte Puppenschnecke dient als wichtiger Indikator für die Qualität und den Erhaltungszustand von Kalkstandorten. Da sie nur eine begrenzte Mobilität aufweist, reagiert die Art sehr sensibel auf Veränderungen ihres direkten Lebensraumes. Ihre Anwesenheit deutet meist auf eine hohe Habitatkontinuität hin.


Empfohlene weiterführende Informationen

  1. Mollbase: Systematische Übersicht der Land- und Süßwassermollusken
  2. Hintermann & Weber: Aktionspläne für gefährdete Schneckenarten in der Schweiz
  3. Rote Liste Zentrum: Informationen zu gefährdeten Mollusken

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Schnecken Schweiz
Gestreifte Puppenschnecke
Merkmale
Sehr kleines, zylindrisches Gehäuse. Gehäusemündung klein und rundlich. Letzter Gehäuseumgang vor der Mündung mit ausgeprägtem weisssen Nackenwulst und stark gewölbt. Mündung im Normalfall mit zwei Zähnen: 1 parietal, (0-)1 palatal. In seltenen Fällen können die Zähne auch fehlen. Gehäuseoberfläche charakteristisch gestreift
Fundorte
In der gesamten Schweiz aussser im Mittelland und Tesssin
Lat. Bezeichnung
Pupilla sterrii
Gestreifte Puppenschnecke
KImehr über Gestreifte Puppenschnecke
Quelle: info fauna CSCF