Die Gewöhnliche Nachtviole (Hesperis matronalis) – Ein Porträt

Die Gewöhnliche Nachtviole ist eine traditionelle und duftintensive Staude, die besonders in deutschen Bauerngärten eine lange Tradition hat. Sie gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) und besticht durch ihre violetten, rosa oder weißen Blüten.

Steckbrief und Eigenschaften

  • Botanischer Name: Hesperis matronalis
  • Alternative Namen: Rote Nachtviole, Garten-Nachtviole, Matronenblume, Kilte, Mondscheindufter.
  • Pflanzenart: Mehrjährige Staude (oft zweijährig kultiviert).
  • Blütezeit: Mai bis Juli.
  • Duft: Besonders in den Abendstunden verbreitet sie einen betörenden, süßlichen Veilchenduft, der gezielt Nachtfalter anlockt.

Standort und Pflege

Die Gewöhnliche Nachtviole gilt als sehr pflegeleichte und anspruchslose Pflanze.

  • Standort: Sie gedeiht sowohl an sonnigen als auch an halbschattigen und schattigen Plätzen.
  • Boden: Bevorzugt werden nährstoffreiche, humose und durchlässige Böden, die frisch gehalten werden sollten.
  • Kultur: Sie ist für das Beet geeignet, kann aber bei passender Pflege auch in Töpfen auf Balkonen oder Terrassen gehalten werden.
  • Hinweis: Aufgrund ihrer starken Selbstaussaat sollte die Ausbreitung im Garten beobachtet werden.

Ökologischer Nutzen

In Deutschland ist die Nachtviole eine wertvolle Bereicherung für den Naturgarten:

  • Bestäuber: Sie dient als wichtige Bienenweide und zieht zahlreiche Schwebfliegen sowie nachtaktive Insekten an.
  • Nahrungsquelle: Sie ist eine bedeutende Futterpflanze für Schmetterlingsraupen, darunter der bekannte Aurorafalter.
  • Biodiversität: Sie wird von Experten (wie etwa Jürgen Feder oder Steffen Guido Fleischhauer) als essbare Wildpflanze und historische Bauerngartenpflanze geschätzt.

Historischer Kontext

Die Pflanze hat eine lange Geschichte in der deutschen Gartenkultur. Bereits 1613 wurde sie von Basilius Besler in seinem berühmten Werk „Hortus Eystettensis“ über den Garten von Eichstätt dokumentiert. Heute ist sie als eingebürgerte Wildpflanze (Neophyt) in vielen Regionen, wie beispielsweise Oberschwaben, anzutreffen.


Weiterführende Informationen

  1. Nachtviole, Gewöhnliche (Hesperis matronalis) – bienenfreundlich
  2. Gewöhnliche Nachtviole: Pflege, Standort & Nutzen
  3. Themenmonat Natur und Garten: Die Gewöhnliche Nachtviole (NABU Euskirchen)

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Blumen
Gewöhnliche Nachtviole
Gattung
Kreuzblütengewächse (Brassicaceae)
Blütezeit
Mai bis Juni
Vorkommen
kollineKolline Stufe (Hügelstufe: bis ca. 900m)
bis
montaneMontane Stufe (Bergstufe: ab 900 bis ca. 1500m)
Stufe
Gewöhnliche Nachtviole
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