Der Gewöhnliche Wald-Bärlapp (Lycopodium annotinum): Wissenswertes im Überblick

Der Gewöhnliche Wald-Bärlapp ist eine faszinierende, moosartige Waldpflanze, die oft in dichten Teppichen auf dem Waldboden vorkommt. Trotz seines Namens handelt es sich nicht um eine typische "Blume", sondern um eine Gefäßsporenpflanze.

Biologische Merkmale

  • Wuchs: Bildet kriechende, moosartige Teppiche auf dem Waldboden.
  • Vorkommen in der Schweiz: Bevorzugt saure, schattige Waldböden, häufig vergesellschaftet mit Heidelbeersträuchern und Heidekraut. Verbreitet von der kollinen Stufe (Hügelstufe bis ca. 900 m) bis in die subalpine Stufe (bis ca. 1500 m und darüber hinaus).
  • Blütezeit/Sporen: Die Sporenbildung erfolgt zwischen Juni und September.
  • Besonderheit: Die Pflanze ist leicht giftig.

Historisches und Kulturelles

  • Hexenmehl: Die Sporen des Bärlapps sind für ihre Entzündbarkeit bekannt. Wenn man das feine goldene Pulver in eine Flamme wirft, entstehen heftige Verbrennungsreaktionen, was ihm den Beinamen „Hexenmehl“ einbrachte.
  • Brauchtum: Einst wurde die Pflanze auch „Drudenfuss“ genannt und von Bauern als Schutzsymbol an Stalltüren genagelt.
  • Heilpflanze: Über seine Rolle als Zauberpflanze hinaus findet der Bärlapp heute noch Anwendung als Heilpflanze.

Wichtige Hinweise

Da der Wald-Bärlapp leicht giftig ist, sollte beim Sammeln von Waldpflanzen große Vorsicht walten. Es besteht bei vielen Waldgewächsen eine Verwechslungsgefahr. Für Kinder und unerfahrene Sammler gilt daher der Grundsatz, keine unbekannten Pflanzen aus dem Wald zu verzehren.


Weiterführende Informationen

  1. Die Sporen des Bärlapp lassen es krachen - Natur-Tagebuch
  2. Gewöhnlicher Wald-Bärlapp - Online-Herbarium
  3. Giftpflanzen im Wald - Rangerin.ch

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Blumen
Gewöhnlicher Wald-Bärlapp
Gattung
Bärlappgewächse (Lycopodiaceae)
Blütezeit
Juni bis September
Vorkommen
kollineKolline Stufe (Hügelstufe: bis ca. 900m)
bis
subalpineSubalpine Stufe (Gebirgsstufe: ab 1500 bis ca. 2200m)
Stufe
Gewöhnlicher Wald-Bärlapp
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