Gewöhnlicher Wiesen-Bärenklau Blume

Gewöhnlicher Wiesen-Bärenklau – Die robuste Doldenblüte der Schweizer Wiesen

Beschreibung

Der Gewöhnliche Wiesen-Bärenklau (Heracleum sphondylium), auch einfach Wiesen-Bärenklau oder Gemeine Bärenklau genannt, ist eine ausdauernde, bis zu 1,5 Meter hohe Pflanze aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Sie ist in der Schweiz und weiten Teilen Europas heimisch und ein typischer Bewohner nährstoffreicher Fettwiesen, Wegränder und Auen.

Die Pflanze bildet eine auffällige Halbrosette. Die Blätter sind groß, gelappt und behaart – ein Merkmal, das ihr den Namen „Bärenklau“ (Bärenklaue) eingebracht hat. Die weißen bis cremefarbenen Blüten stehen in großen, flachen Dolden und blühen hauptsächlich von Juni bis November. Im Gegensatz zum invasiven Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum) ist der einheimische Wiesen-Bärenklau deutlich kleiner und deutlich weniger phototoxisch.

Ökologie und Vorkommen in der Schweiz

In der Schweiz ist der Wiesen-Bärenklau weit verbreitet, besonders auf frischen, gedüngten Wiesen des Mittellandes. Bei starker Überdüngung kann er stark zunehmen und andere Arten verdrängen, was zu artenarmen Reinkulturen führt. Deshalb wird er in der modernen Wiesenbewirtschaftung oft als Zeigerpflanze für zu hohe Stickstoffbelastung betrachtet.

Entlang von Flüssen wie dem Rhein (Vorarlberg/Schweizer Grenzgebiet) wird der Bewuchs der Wiesen regelmäßig gemäht, um den Hochwasserschutz zu gewährleisten – auch der Wiesen-Bärenklau profitiert von dieser regelmäßigen Pflege.

Nutzung und Eigenschaften

  • Für Tiere: Die jungen Blätter gelten als gutes Viehfutter.
  • Für den Menschen: Die jungen Blätter können gekocht als Gemüse oder Spinat-Ersatz verwendet werden.
  • Heilkunde: Bereits in der Antike wurde die Heilwirkung geschätzt (der Gattungsname Heracleum bezieht sich auf Herakles).

Im Vergleich zum Riesen-Bärenklau sind Hautreizungen durch den Saft des Wiesen-Bärenklaus wesentlich milder, dennoch sollte direkter Hautkontakt bei sonnigem Wetter vermieden werden.

Verwechslungsgefahr

Der Wiesen-Bärenklau kann mit folgenden Arten verwechselt werden:

  • Riesen-Bärenklau (deutlich größer, stark phototoxisch)
  • Engelwurz (Angelica sylvestris)
  • Wiesenkerbel (Anthriscus sylvestris)
  • Giersch (im jungen Stadium)
  1. Wiesen-Bärenklau – Merkmale und Fachwissen – Detaillierte Fachinformationen des eAGFF zum Futterbau
  2. Wiesen-Bärenklau – Kräuterdorf Hergiswil – Schweizer Kräuterportal mit guter Beschreibung und Verwendungstipps
  3. Shop Metzger – Wiesen-Bärenklau – Umfassende Infos zu Vorkommen, Wirkung und Unterschied zum Riesen-Bärenklau

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Blumen
Gewöhnlicher Wiesen-Bärenklau
Gattung
Doldengewächse (Apiaceae)
Blütezeit
Juni bis September
Vorkommen
kollineKolline Stufe (Hügelstufe: bis ca. 900m)
bis
subalpineSubalpine Stufe (Gebirgsstufe: ab 1500 bis ca. 2200m)
Stufe
Gewöhnlicher Wiesen-Bärenklau
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