Porträt: Gianfranco Rosi – Dokumentarfilmer zwischen Realität und Kunst

Gianfranco Rosi (* 1964 in Asmara, Eritrea) ist ein renommierter italienisch-amerikanischer Dokumentarfilmer, der für seinen intensiven, beobachtenden Stil international gefeiert wird. Seine Karriere begann nach einem Studium an der New York University Film School. Besonders geprägt wird sein Werk seit 1993 durch die enge Zusammenarbeit mit dem Cutter Jacopo Quadri, dessen Arbeitsweise Rosi als „Method Editing“ bezeichnet.

Zentrale Werke und Auszeichnungen

Rosi hat sich als einer der bedeutendsten Chronisten zeitgenössischer Realitäten etabliert:

  • Below Sea Level (2008): Sein erster abendfüllender Dokumentarfilm.
  • El Sicario, Room 164 (2010): Ein intensives Interview mit einem mexikanischen Auftragskiller.
  • Sacro GRA (2013): Ein Porträt der Menschen entlang des römischen Autobahnrings, ausgezeichnet mit dem Goldenen Löwen in Venedig.
  • Fuocoammare (2016): Ein erschütterndes Porträt über Lampedusa und die Flüchtlingskrise, das mit dem Goldenen Bären bei der Berlinale prämiert wurde.
  • Pompei, Sotto le Nuvole (2025): Sein neuestes Werk, das sich mit der Geschichte und Atmosphäre von Pompeji auseinandersetzt.

Verbindung zur Schweiz

Gianfranco Rosi pflegt eine enge Beziehung zur Schweizer Kultur- und Festivallandschaft:

  • Festivals: Rosi ist ein geschätzter Gast bei Schweizer Filmfestivals. So war er beispielsweise Gast bei den Rencontres de Genève – Histoire et Cité (2019) und ist regelmäßig bei Visions du Réel in Nyon vertreten, wo sein Schaffen in Masterclasses (begleitet von Jacopo Quadri) beleuchtet wurde.
  • Präsenz: Seine Filme sind fester Bestandteil der Schweizer Kinokultur. Werke wie Sacro GRA oder Fuocoammare wurden in Institutionen wie der Cinémathèque suisse, im Bildrausch Filmfest Basel oder dem Qtopia in Uster gezeigt. Auch aktuelle Projekte, wie die Vorführung von Pompei, Sotto le Nuvole in den Genfer Cinémas du Grütli, zeigen seine anhaltende Präsenz im Schweizer Programm.

  1. Gianfranco Rosi bei Visions du Réel – Informationen zu seiner Masterclass und seinem Werkkatalog.
  2. Cinémathèque suisse: Rosi und der Goldene Bär – Bericht über seinen Erfolg in Berlin und seine Verbindung zur Schweiz.
  3. Pompei, Sotto le Nuvole – Cinémas du Grütli – Details zur neuesten Produktion und den Vorführungen in Genf.

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Personen
Gianfranco Rosi
Gianfranco Rosi ist ein italienischer Dokumentarfilmer, Regisseur und Drehbuchautor, der mit "Das andere Rom" (2013) erstmals für einen Dokumentarfilm einen "Goldenen Löwen" in Venedig gewinnen konnte und für seine Lampedusa-Dokumentation "Fuocoammare" ("Seefeuer" 2016) in Berlin mit einem "Goldenen Bären" geehrt wurde. Er wurde 1964 in Asmara in Eritrea geboren. In diesem Jahr feierte Rosi seinen 55. Geburtstag.
Gianfranco Rosi
Quelle: geboren.am