Die Zweibuckelkreuzspinne (Gibbaranea bituberculata) – Eine Übersicht

Die Zweibuckelkreuzspinne (Gibbaranea bituberculata) gehört zur Familie der Echten Radnetzspinnen (Araneidae). Sie ist für ihre charakteristische Körperzeichnung und ihre Lebensweise in der Vegetation bekannt.

Taxonomie und Wissenschaftliche Einordnung

  • Wissenschaftlicher Name: Gibbaranea bituberculata (Walckenaer, 1802)
  • Familie: Araneidae (Echte Radnetzspinnen)
  • Synonyme: Die Art wurde historisch unter zahlreichen Namen geführt, darunter Aranea bituberculata, Araneus dromedarius und Epeira bituberculata.

Merkmale und Bestimmung

  • Aussehen: Namensgebend sind die zwei charakteristischen Höcker am Opisthosoma (Hinterleib). Die Färbung kann variieren, was die Art oft mit verwandten Arten wie der Höcker-Radnetzspinne (Gibbaranea gibbosa) verwechselbar macht.
  • Bestimmung: Eine sichere Unterscheidung erfolgt meist über die Analyse der Genitalstrukturen (Pedipalpen bei Männchen, Epigyne bei Weibchen). Die Ausrichtung der Tuberkel am Hinterleib sowie die Form der Median-Apophyse dienen als diagnostische Merkmale.

Lebensweise und Lebensraum

  • Habitat: Die Spinne bevorzugt Waldränder, Heiden, sonnige Büsche und gehölzreiche Areale. Sie ist zudem in naturnahen Gärten zu finden.
  • Jagdstrategie: Die Art baut Radnetze, hält sich jedoch oft in einer meist nach oben offenen Sitzwarte außerhalb des Netzes auf. Sie lauert auf Insekten, die in das Netz geraten oder in ihre Nähe gelangen.
  • Vorkommen: Die Art ist in der gesamten Paläarktis verbreitet. Sie kommt auch in der Schweiz vor, wo sie in geeigneten, strukturierten Lebensräumen anzutreffen ist (dokumentiert durch das Datenzentrum araneae des Naturhistorischen Museums der Burgergemeinde Bern).

Zusammenfassung für Beobachter

Die Zweibuckelkreuzspinne ist eine typische Bewohnerin strukturreicher Landschaften. Wer sie in der Schweiz oder Mitteleuropa beobachten möchte, sollte an sonnigen Tagen gezielt in bodennahen Büschen oder an Waldrändern nach Radnetzen suchen. Aufgrund ihrer geringen Größe und ihrer guten Tarnung erfordert die Entdeckung oft ein geschultes Auge.


Weiterführende Informationen

  1. araneae – Spinnen Europas (Araneae) – Die wissenschaftliche Referenzdatenbank für Spinnen in Europa (betreut durch das Naturhistorische Museum Bern).
  2. Spinnen in Bayern: Fundkarten und Artbeschreibung – Detaillierte Liste der Synonyme und Informationen zur Taxonomie.
  3. Wildbienengarten: Spinnen beobachten – Informationen zum Vorkommen im Garten und Abgrenzung zu anderen Arten.

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