Goodnight Nobody: Ein filmischer Essay über die Schlaflosigkeit

Der Dokumentarfilm „Goodnight Nobody“ (2010) der Schweizer Regisseurin Jacqueline Zünd ist ein atmosphärischer und tiefgründiger filmischer Essay, der sich mit dem Phänomen der chronischen Schlaflosigkeit (Insomnie) auseinandersetzt.

Inhalt und Konzept

Der Film begibt sich auf eine weltweite Reise in die Köpfe von vier Menschen, die unter Schlaflosigkeit leiden. Die Protagonisten leben in völlig unterschiedlichen kulturellen Kontexten – in Burkina Faso, China, der Ukraine und den USA. Zünd verzichtet dabei auf eine rein medizinische Betrachtung und schafft stattdessen eine visuelle und akustische Erfahrung, die den Zuschauer den Zustand der schlaflosen Nächte nachempfinden lässt. Der Film erkundet Themen wie Einsamkeit, die „Früchte der Langeweile“, nächtliche Wachträume und den kreativen Umgang mit der gewonnenen Zeit in der Dunkelheit.

Produktion und Hintergrund

  • Regie: Jacqueline Zünd
  • Produktion: Docmine Productions (Zürich/München) in Koproduktion mit Mixtvision Film & TV.
  • Musik: Die Filmmusik stammt von Marcel Vaid, dessen Kompositionen entscheidend zur tranceartigen, dichten Atmosphäre des Films beitragen.
  • Herkunft: Eine Schweizer/Deutsche Koproduktion (CH/DE 2010).

Auszeichnungen und Erfolg

„Goodnight Nobody“ wurde für seine künstlerische Qualität mehrfach ausgezeichnet:

  • Schweizer Filmpreis „Quartz 2011“: Beste Filmmusik (Marcel Vaid).
  • Visions du Réel (Nyon): Preis für den besten Newcomer-Film (Uraufführung).
  • Zürcher Filmpreis: Eine der renommiertesten Auszeichnungen der Region.
  • Weitere Anerkennungen beim DOK Leipzig und dem Sebastopol Documentary Film Festival (USA).

Rezeption

Der Film wird häufig in cineastischen Kontexten (wie im Kino Cameo in Winterthur) und im Umfeld von Fachveranstaltungen zum Thema Schlaf (z. B. durch die Somnolab-Klinik) gezeigt. Kritiker loben den Film als „verstörend schön“ und heben die unaufgeregte, geduldige Kameraführung hervor, die den Lebenswegen der Protagonisten abseits der normalen Tagesrhythmen folgt.


  1. Goodnight Nobody auf SWISS FILMS – Offizielle Informationen des Schweizer Filmportals.
  2. Goodnight Nobody – Schweizer Filmmusik Datenbank – Details zur preisgekrönten Filmmusik von Marcel Vaid.
  3. Mixtvision Film: Goodnight Nobody – Produktionsdetails und inhaltliche Beschreibung zum Film.

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Goodnight Nobody
Goodnight Nobody
Switzerland / Germany, April 2010
Die geheimnisvolle Welt des Schlaflosen. Vier Insomniacs aus verschiedenen Ländern und Kontinenten laden uns für eine Nacht in ihre Welt ein. Jeder der vier Protagonisten hat seine ganz eigene Art zu Wachen. Ein filmisches Essay über seltsame Früchte der Langeweile, nächtliche Wachträume und die verzweifelte Suche nach Ruhe.
von Jacqueline Zünd
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Quelle: swissfilms.ch