Übersicht: Gottlos Abendland – Ein filmischer Essay über Identität und Europa
Der Schweizer Dokumentarfilm «Gottlos Abendland» aus dem Jahr 2019 ist ein Werk des Regisseurs Felix Tissi. Der Film versteht sich weniger als klassische Dokumentation, sondern als filmischer Essay, der tiefgreifende philosophische und gesellschaftspolitische Fragen stellt.
Kerninhalt und Thematik
Der Film stellt die provokante These auf, dass Europa kein geografischer Ort, sondern eine abstrakte Idee ist. Im Zentrum der Erzählung steht eine fiktive Person namens „Europa“ – verkörpert durch die Griechin Natali Gutierrez Garcia –, die auf der Suche nach ihrer Identität durch den Kontinent reist. In ihrer existenziellen Not wendet sie sich an Gott, doch dieser antwortet nicht. Das Werk beleuchtet den „moralischen Burnout“ eines Europas, das auf Schätzen und Blut erbaut wurde, und lotet das Spannungsfeld zwischen Wunder und Schrecken der europäischen Geschichte aus.
Produktionsdetails
- Regie, Buch & Montage: Felix Tissi
- Produktion: Fahrer & Balzli Film Sàrl (Res Balzli)
- Koproduktion: Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), SRG SSR, ARTE (La Lucarne)
- Produktionsjahr: 2019
- Laufzeit: 72 Minuten
- Genre: Dokumentarischer Film-Essay
- Herkunft: Schweiz
Charakteristik
Kritiker beschreiben den Film als „auf blasphemische Weise gottesfürchtig“. Er setzt auf eine starke Bildsprache, die unsere Gesellschaft reflektiert und das Publikum dazu einlädt, sich mit unangenehmen, aber essenziellen Fragen der Gegenwart auseinanderzusetzen. Tissi nutzt dabei die Gottesvorstellung als Spiegel für das Wesen einer Kultur.
Empfohlene Links
- Gottlos Abendland bei Play Suisse – Hier ist der Film im offiziellen Angebot der SRG verfügbar.
- Offizielles Portfolio von Felix Tissi – Detaillierte Produktionsinformationen und Credits zum Film.
- Gottlos Abendland bei „Bern für den Film“ – Hintergrundinformationen zur Schweizer Produktion und Synopsis.
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