Grace Hopper: Die Pionierin, die Computer zum Sprechen brachte

Grace Hopper (1906–1992) war eine US-amerikanische Informatikerin, Mathematikerin und Offizierin der US Navy. Ihr Wirken legte den Grundstein für die moderne Softwareentwicklung.

Leben und Meilensteine

  • Akademische Ausbildung: Nach ihrem Master- und Doktorabschluss in Mathematik an der Yale University begann sie ihre Karriere als Dozentin am Vassar College.
  • Militärdienst: 1943 trat sie den WAVES (Women Accepted for Voluntary Emergency Service) bei. Sie beendete ihre Karriere als Flotillenadmiral und war zum Zeitpunkt ihrer Pensionierung die älteste aktive Person im Dienst der US-Marine.
  • Technologische Pionierarbeit: Hopper arbeitete an der Entwicklung der Harvard Mark I, II und III Computer. Sie gilt als die Person, die den Begriff „Computer-Bug“ populär machte, nachdem sie eine Motte aus einem Computergehäuse entfernt hatte.
  • Sprache für Computer: Ihr größtes Vermächtnis ist die Entwicklung von Programmiersprachen, die für Menschen lesbar sind („sie brachte den Computern bei, Englisch zu sprechen“).

Bedeutung in der Schweiz

Grace Hoppers Name ist in der Schweiz heute in verschiedenen Kontexten präsent:

  • Technologie (CSCS): Das Swiss National Supercomputing Centre (CSCS) in Lugano nutzt moderne NVIDIA „Grace-Hopper“-Prozessoren. Diese Architektur, die eine ARM-CPU und eine GPU vereint, wird beispielsweise auf dem Supercomputer „Alps“ eingesetzt, um rechenintensive Workloads zu bewältigen.
  • Diversitäts-Netzwerke: In Bern fördert das Netzwerk „Be Like Grace“ aktiv die Diversität in den Bereichen Tech und Innovation. Es orientiert sich an ihrem Pioniergeist und ermutigt Frauen, sich in der Technologiebranche mutig einzubringen („Jede kann Grace sein“).
  • Bildung und Beratung: Ihr Name dient in der Schweiz und darüber hinaus häufig als Inspiration für Bildungseinrichtungen und Beratungskonzepte (wie z. B. das Zentrum für lösungsorientierte Beratung ZLB), um den Wert von Entschlossenheit und visionärem Denken zu unterstreichen.

Inspiration für die Zukunft

Seit 1994 findet in den USA die „Grace Hopper Celebration of Women in Computing“ statt, um Frauen in der Informatik zu fördern – ein Anliegen, das Hopper bereits zu Lebzeiten aktiv unterstützte. Ihre Geschichte wird heute auch in Kinderbüchern (z. B. Queen of Computer Code) genutzt, um Begeisterung für MINT-Fächer zu wecken.

  1. Be Like Grace – Netzwerk in Bern: Fokus auf Diversität und Frauen in Innovation & Technologie.
  2. CSCS – Migration zu Grace-Hopper-Prozessoren: Technische Details zur Nutzung ihres Namens in der Schweizer Supercomputing-Architektur.
  3. Digital Kidz – Grace Hopper: Queen of Computer Code: Didaktische Aufbereitung für Kinder und Einblicke in ihre frühen Errungenschaften.

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Personen
Grace Hopper
Grace Brewster Murray Hopper war eine US-amerikanische Informatikerin und Computerpionierin, die u. a. eine der ersten Programmiererinnen des wegweisenden Computers "Mark I" sowie die Entwicklerin des ersten Compilers (1952) war und mit "FLOW-MATIC" (1955) die erste der natürlichen Sprache ähnliche Programmiersprache entwickelte. Sie wurde am 9. Dezember 1906 in New York City geboren und verstarb mit 85 Jahren am 1. Januar 1992 in Arlington, Virginia. Ihr Geburtstag jährt sich 2019 zum 113. Mal.
Grace Hopper
Quelle: geboren.am