Grasgrüner Täubling Pilz
Grasgrüner Täubling (Russula aeruginea)
Ein häufiger, aber umstrittener Pilz in Schweizer Wäldern
Merkmale
Der Grasgrüne Täubling zeichnet sich durch einen hellgrünen bis graugrünen Hut aus, der bei feuchtem Wetter schmierig-glänzend wirkt. Die Lamellen sind cremefarben bis hellgelblich und bleiben meist recht blass. Der Stiel ist weisslich und bricht – typisch für Täublinge – leicht und brüchig.
Der Pilz kann sowohl mild als auch leicht schärflich schmecken. Eine sichere Bestimmung allein anhand von Fotos ist nicht möglich, da die Grüntöne stark variieren können.
Vorkommen in der Schweiz
In der Schweiz ist der Grasgrüne Täubling relativ häufig anzutreffen. Er wächst vor allem bei Birken (daher auch der Name Grasgrüner Birken-Täubling), kommt aber auch in Nadelwäldern bei Fichte und Kiefer vor. Er bevorzugt eher nährstoffarme, saure Böden und reagiert empfindlich auf Nährstoffeintrag (z. B. Stickstoff) sowie Kalkung der Wälder. Man findet ihn von Sommer bis Herbst.
Essbarkeit und Giftigkeit
Die Einschätzungen zur Essbarkeit sind widersprüchlich:
- Viele Quellen stufen ihn als bedingt essbar ein (nach ausreichendem Kochen).
- Andere raten klar davon ab, da er in grösseren Mengen oder roh unbekömmlich wirken kann.
- Es gibt Hinweise auf mögliche Langzeitfolgen bei regelmässigem Verzehr bestimmter Täublinge.
Wichtig: Aufgrund der unsicheren Bewertung und der Gefahr von Verwechslungen mit giftigeren Arten gilt in der Schweiz die klare Empfehlung: Kein Speisepilz. Es besteht keine Verzehrfreigabe.
Verwechslungsgefahr
Der Grasgrüne Täubling kann mit anderen grünen Täublingen verwechselt werden, darunter:
- Schwarzgrüner Täubling (Russula atroglauca)
- Verschiedene andere grüne Russula-Arten
Besonders gefährlich ist die Verwechslung mit stark giftigen Pilzen aus anderen Gattungen, wenn die typischen brüchigen Lamellen der Täublinge nicht erkannt werden.
Ökologische Bedeutung
Wie die meisten Täublinge ist Russula aeruginea ein Mykorrhizapilz und leistet einen wichtigen Beitrag zum Ökosystem der Wälder. Er ist ein Indikator für eher naturnahe, nicht zu stark gedüngte Waldstandorte.
Beste 3 weiterführende Links
- Grasgrüner Täubling – Porträt – Detailliertes Pilzporträt mit vielen Informationen
- Grasgrüner Birken-Täubling – Steckbrief – Umfassender Steckbrief mit Bewertung und Vorkommen
- Grasgrüner Täubling – Beschreibung & Verwechslung – Gute Übersicht mit Bildern und Verwechslungshinweisen
Vielleicht auch interessant
War das hilfreich?

