Das Grasnelkenblättrige Habichtskraut (Hieracium staticifolium)

Das Grasnelkenblättrige Habichtskraut (Hieracium staticifolium) gehört zur formenreichen Gattung der Habichtskräuter (Hieracium), die zur Familie der Korbblütler zählen. Während viele Arten der Gattung, wie das Kleine Habichtskraut (Mausohr-Habichtskraut), eher im Flachland oder in Wäldern anzutreffen sind, ist das Grasnelkenblättrige Habichtskraut eine spezialisierte Art, die vor allem in alpinen und steinig-kiesigen Lebensräumen vorkommt.

Botanische Einordnung und Merkmale

Der Gattungsname Hieracium leitet sich vom griechischen Wort „hierax“ (Habicht/Falke) ab. Eine alte Legende besagt, dass Habichte ihren Milchsaft nutzten, um ihre Sehkraft zu schärfen – ein Mythos, der die beeindruckende Präsenz dieser Pflanzen unterstreicht.

Das Hieracium staticifolium zeichnet sich durch seine spezifische Blattform aus, die – wie der deutsche Name bereits andeutet – an die Blätter der Grasnelke (Armeria) erinnert. Als Teil der diversen Schweizer Flora ist die Art in botanischen Verzeichnissen und Online-Herbarien gelistet, die sich der systematischen Erfassung der regionalen Biodiversität widmen.

Lebensraum und Vorkommen

  • Standortansprüche: Die Pflanze bevorzugt nährstoffarme, steinige und sandige Untergründe. In der Schweiz findet man solche Habitate häufig im Bereich von Alluvionen (Anschwemmungen) und Moränen.
  • Verbreitung: Das Vorkommen erstreckt sich bis in alpine Regionen. Es ist ein typischer Vertreter der Flora, die auch bei botanischen Exkursionen in Regionen wie der französisch-schweizerischen Grenzregion (z. B. Briançon-Gebiet) dokumentiert wird.
  • Ökologische Bedeutung: Wie andere Habichtskräuter ist auch diese Art wichtig für die lokale Insektenwelt. In der Schweiz wird die Pflanze in spezialisierten Datenbanken geführt, die helfen, die Standorte und die Variabilität dieser Pflanzenart zu überwachen.

Wissenswertes zur Gattung

Im Gegensatz zu den flächig wachsenden Arten (die durch ihre Ausläufer oft konkurrenzstark sind), zeigt das Grasnelkenblättrige Habichtskraut die typische Anpassungsfähigkeit der Gattung an schwierigere, alpine Bedingungen. Die enorme Formenvielfalt der Habichtskräuter führt dazu, dass sie oft Hybriden bilden, was ihre Bestimmung auch für Experten zu einer spannenden Herausforderung macht.


  1. Schweizerflora: Suche und Dokumentation von Pflanzenarten
  2. Hieracium staticifolium in der Exkursionsdatenbank
  3. Pflanzen lernen: Gattung Habichtskräuter (Übersicht)

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Blumen
Grasnelkenblättriges Habichtskraut
Gattung
Korbblütengewächse (Asteraceae)
Blütezeit
Juli bis August
Vorkommen
kollineKolline Stufe (Hügelstufe: bis ca. 900m)
bis
subalpineSubalpine Stufe (Gebirgsstufe: ab 1500 bis ca. 2200m)
Stufe
Grasnelkenblättriges Habichtskraut
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