Grizzly Bear: Zwischen hypnotischem Indie-Folk und musikalischer Finesse

Die US-amerikanische Band Grizzly Bear gilt als eine der prägenden Formationen des experimentellen Indie-Rock und Indie-Folk der letzten zwei Jahrzehnte. Was Anfang der 2000er-Jahre als Soloprojekt des Sängers und Songwriters Ed Droste in Brooklyn begann, entwickelte sich 2004 zu einem Quartett und stieg zu einer der einflussreichsten Bands des sogenannten „New Weird America“ auf.

Musikalischer Stil und Entwicklung

Der Sound von Grizzly Bear ist bekannt für seine hohe Komplexität:

  • Klangästhetik: Die Band kombiniert psychedelischen Folk mit mehrstimmigem Gesang und experimentellen Pop-Strukturen. Ihre Musik wird oft als „Tüftel-Pop“ beschrieben – orchestral, vielschichtig und nie vorhersehbar.
  • Meilensteine: Nach dem frühen Erfolg mit dem Album Yellow House (2006) festigte die Band mit dem 2012 erschienenen Album Shields ihren Ruf als Meister ihres Fachs, was ihr den kommerziellen Durchbruch einbrachte. Mit dem Album Painted Ruins (2017) zeigte sich die Gruppe, die mittlerweile teilweise in Los Angeles ansässig ist, als eingespieltes Kollektiv.

Präsenz in der Schweiz

Grizzly Bear hat eine treue Fangemeinde in der Schweiz. Besonders ihre Live-Auftritte werden als hypnotisch und emotional intensiv beschrieben.

  • Auftritte im Kaufleuten Zürich: Die Band trat mehrfach in der Zürcher Institution „Kaufleuten“ auf (u. a. 2013 und 2018). Kritiker lobten dort die Fähigkeit der Band, die Zuschauer durch Lichtkonzepte und anspruchsvolle Kompositionen in eine „andere Welt zu entführen“.
  • Einfluss: Auch über ihre eigenen Konzerte hinaus prägt der Sound der Band die Schweizer Musikszene; so werden sie oft als stilistische Referenz für andere Musiker (z. B. durch Veranstalter wie den TapTab Musikraum in Schaffhausen) genannt.

Wissenswertes am Rande

Trotz des Namens hat die Musik der Band nichts „Bärenhaftes“ an sich. Für Fans, die den Namen wörtlich nehmen möchten, bietet die Schweiz unter der Marke Bear Chair zudem den „Adirondack Grizzly Bear Chair“ an – ein robuster Outdoor-Stuhl, der jedoch keinerlei musikalischen Bezug zur Band aufweist.


  1. Review: Grizzly Bear im Kaufleuten Zürich
  2. Grizzly Bear – «Painted Ruins» (Musikblog von Urs Musfeld)
  3. Grizzly Bear – B.O.N.Z. Event-Archiv

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Grizzly Bear
Schon erstaunlich: wenn man bei Google "Grizzly Bear" eingibt, kommt man nicht zuerst auf Treffer, die einen zu dem (bis zu 700 Kilo schweren) Braunbär führen, sondern man landet direkt bei der Band aus Brooklyn. Das spricht für den Vierer um Sänger und Songschreiber Ed Droste.
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Quelle: wdr.de