Steckbrief: Die Kantige Laubschnecke (Hygromia cinctella)
Die „Kantige Laubschnecke“ ist eine in Europa invasive Schneckenart, die auch in der Schweiz zunehmend an Bedeutung gewinnt. Obwohl der Begriff im allgemeinen Sprachgebrauch oft mit anderen grossen Schneckenarten verwechselt wird, ist Hygromia cinctella ein spezifischer Schädling, der für Gärtner und Landwirte von wachsendem Interesse ist.
Biologie und Merkmale
- Wissenschaftlicher Name: Hygromia cinctella.
- Erscheinungsbild: Sie zeichnet sich durch eine deutlich sichtbare Kante an der Windung ihres Gehäuses aus, was ihr den Namen „kantig“ verleiht.
- Verbreitung: Ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, hat sie sich durch Globalisierung und den Klimawandel in nördlichere Gebiete, einschliesslich der Schweiz, ausgebreitet.
Bedeutung in der Schweiz
Experten warnen davor, dass die kantige Laubschnecke in der Schweiz für Hobbygärtner und in der Landwirtschaft ein „massives Kopfzerbrechen“ bereiten könnte. Die milderen Winter begünstigen die Etablierung dieser Art. Sie tritt häufig in Konkurrenz oder gemeinsam mit anderen bekannten Schädlingen wie der genetzten Ackerschnecke auf, die ebenfalls erhebliche Ernteschäden verursachen kann.
Bekämpfungsstrategien
Da die Schnecken tagsüber verborgen leben, haben sich folgende Massnahmen in der Praxis bewährt:
- Fallen stellen: Das Auslegen von Holzbrettern oder grossen Gemüseblättern dient als künstliches Versteck. Tagsüber sammeln sich die Tiere darunter und können anschliessend einfach abgesammelt werden.
- Prävention: Eine regelmässige Kontrolle von feuchten Gartenbereichen hilft, den Befall frühzeitig zu erkennen.
Hier finden Sie weiterführende Quellen zum Thema (einschliesslich der Problematik durch invasive Arten in der Schweiz):
- Globalisierung und Klimawandel sind schuld an Schneckenplage (Aargauer Zeitung)
- Compostière du Gros de Vaud (Referenzprojekt für Kompostierung)
- Zentrum für Gehör und Sprache (Grosse Ziele gelingen im gemeinsamen Streben)
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